{"id":1207,"date":"2012-04-18T21:32:31","date_gmt":"2012-04-18T19:32:31","guid":{"rendered":"http:\/\/ww2.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/?page_id=1207"},"modified":"2020-07-20T23:28:22","modified_gmt":"2020-07-20T21:28:22","slug":"die-erste-ausenlandung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/?page_id=1207","title":{"rendered":"Die erste Au\u00dfenlandung"},"content":{"rendered":"<p><em>von Matthias Sch\u00fcndeh\u00fctte<\/em><\/p>\n<p><a href=\"wp-content\/uploads\/2012\/04\/45ia2kw1.igc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1214\" title=\"45ia2kw1\" src=\"wp-content\/uploads\/2012\/04\/45ia2kw1.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/45ia2kw1.jpg 590w, https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/45ia2kw1-300x186.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.onlinecontest.org\/olcphp\/2004\/ausw_fluginfo.php?ref3=115104&amp;ueb=N&amp;olc=olc-i&amp;spr=de\" target=\"blank\" rel=\"noopener noreferrer\">[OLC-Seite dieses Fluges]<\/a><\/p>\n<p>Irgendwann ist es soweit.<\/p>\n<p>Dabei hatte es ganz vielversprechend angefangen an diesem 18. Mai 2004. Es war kein Hammerwetter angesagt, doch m\u00e4\u00dfige Thermik war allemal zu erwarten. Allerdings entsprach die Basish\u00f6he in den letzten Tagen nicht ganz meinen Anf\u00e4ngerw\u00fcnschen, die \u00fcblichen gut 2000m MSL lie\u00dfen doch h\u00e4ufig meinen streckenfliegerischen Vorw\u00e4rtsdrang versiegen.<\/p>\n<p>Aber es lief gerade ein Streckenfluglehrgang an der DASSU, und Bernd wollte mit seinen Sch\u00fctzlingen ins Inntal. Das bot doch immerhin die Gelegenheit, sich bis an den Kaiser dranzuh\u00e4ngen. Das Inntal traute ich mir noch nicht zu. Ich hatte mich bei allen meinen Vorhaben immer nach Osten ausgerichtet, deshalb war ich mental auf den Westen \u00fcberhaupt nicht vorbereitet. Aber der Kaiser stand ganz oben auf meiner Liste \u2013 haupts\u00e4chlich wegen meines fatalen Irrtums im letzten Jahr, bei dem ich auf dem R\u00fcckflug vom Pa\u00df Thurn die Loferer Steinberge mit dem Kaiser verwechselte und mich dann in St. Johann versenkt hatte.<\/p>\n<p>Also Kaiser! In meinem geliebten Standard-Cirrus D-3000! Start war um 10:45 Uhr MESZ, so fr\u00fch wie m\u00f6glich und so sp\u00e4t es meine F\u00e4higkeiten verlangten. Man mu\u00df sich ja auch eine Chance geben\u2026 Dabei zeigte sich einmal mehr, da\u00df die letzten H\u00f6henmeter beim F-Schlepp die wichtigsten und billigsten sind. Ich lie\u00df mich auf 900m \u00fcber Platz in den Hausbart schleppen und hatte doch einige Momente zu suchen, bis ich den Bart dann endlich hatte. Gl\u00fccklich auf 1750m MSL angekommen sah ich Bernd in der K21 weit unter mir \u2013 sie hatten es offensichtlich bei einem 600m-Schlepp bewenden lassen und versuchten gerade, sich an der \u201eZahnradbahn\u201c wieder auszugraben. So hatten sie 10 \u20ac gespart und bestimmt eine halbe Stunde verloren, wobei die ganze Aktion auch h\u00e4tte schief gehen k\u00f6nnen und sie sich am Ende der Warteschlange am F-Schlepp wiedergefunden h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Mit Dranh\u00e4ngen war also erst mal nix. Ich flog \u00fcber den Osthang des Geigelstein zur Rudersburg, wo ich mich auf immerhin 2100m MSL hocharbeiten konnte. Da h\u00f6rte ich von Bernd im Funk auf die Frage eines Lehrgangsteilnehmers, da\u00df 1800m locker reichen w\u00fcrden um zum Kaiser zu fliegen und gegebenenfalls auch wieder zur\u00fcck zu kommen. Das war die entscheidende Information im richtigen Moment, danke Bernd!<\/p>\n<p>Jetzt oder nie! Ich flog zum Kaiser, und zwar auf die Ostecke, genauer: auf die Rippe, die vom Zahmen Kaiser in nord\u00f6stlicher Richtung abf\u00e4llt, ganz wie es im Schulbuch steht. Ebenso schulbuchm\u00e4\u00dfig waren dann auch die Aufwinde, die ich dort fand. Bis zum Stripsenjoch kam ich wieder auf 2200m MSL und meine Stimmung stieg entsprechend der Flugh\u00f6he. Jetzt war erst einmal Sightseeing angesagt. Ich beschlo\u00df, die S\u00fcdseite des Kaisers zu erkunden und er war mir dabei wohlgesonnen, denn gleich zu Beginn an seiner Ostecke half er mir mit einem kr\u00e4ftigen Bart noch einmal bis an die Wolkenbasis.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1217 alignright\" style=\"margin-bottom: 50px; margin-left: 10px;\" title=\"Kaiser\" src=\"wp-content\/uploads\/2012\/04\/Kaiser.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Kaiser.jpg 320w, https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Kaiser-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/>Es war ein Traum! Mich hatten bereits die Loferer Steinberge mit ihrem nackten Fels begeistert, und dieser Kaiser stand den Loferern in nichts nach. Zumal auch immer wieder vom Hangfu\u00df kr\u00e4ftige Aufwinde empor kamen, die es mir erlaubten, im Geradeausflug die Sch\u00f6nheit dieses Berges zu genie\u00dfen. Am Westende lugte ich selbstverst\u00e4ndlich zum Inntal hin\u00fcber, aber ich war wirklich \u00fcberhaupt nicht auf den Westen vorbereitet, meine Strecken liegen erst mal im Osten.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg half mir der vielgepriesene Gaudeamusbart wieder auf meine Ausgangsh\u00f6he, wodurch meine erste Bekanntschaft mit dem Kaiser eine wirklich &#8222;runde Sache&#8220; geworden ist.<\/p>\n<p>Doch wie jetzt weiter? Es war ja gerade mal 12:00 Uhr und zur\u00fcck nach Unterw\u00f6ssen wollte ich noch nicht. Also auf nach Osten! Wenn ich irgendwann mal zum Grimming will (was mein n\u00e4chstes Ziel immer noch ist), dann mu\u00dfte ich mich ja nun mal langsam mit der Strecke dahin vertraut machen.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Station Richtung Osten ist die Steinplatte, zu der ich nun aufbrach. Der Vorflug klappte mit sehr geringem H\u00f6henverlust, und vor dem Steinplattenparkplatz wartete gleich der n\u00e4chste Bart \u2013 es lief wie am Schn\u00fcrchen. Weiter zur Ostecke, wo auch nochmal ein guter Bart stand, den ich jedoch nur zwei \u201eUmdrehungen\u201c nutzen konnte \u2013 schon wieder die Basis! H\u00f6her ging nicht und so setzte ich aus 2375m MSL zur Talquerung \u00fcber Lofer zum Hundshorn an, das ich nur 50m tiefer erreichte. Weiter \u00fcber den Gerhardstein zum Hochkranz. Mittlerweile waren 200m verloren und ich war jetzt schon ein St\u00fcck weit in unbekanntes Gebiet vorgedrungen, so da\u00df ich wieder etwas H\u00f6he nachtanken wollte.<\/p>\n<p>Der Hochkranz gab aber nichts her. Ganz im Gegenteil, meine Suchschleifen kosteten nat\u00fcrlich weiter H\u00f6he. Also nix wie zur\u00fcck, ich hatte noch 2100m MSL \u2013 das w\u00fcrde wohl ziemlich knapp bis zur Steinplatte. Aber am Hundshorn war doch was gewesen, vielleicht w\u00fcrde mich dieser \u201eHoffnungsbart\u201c ja retten.<\/p>\n<p>Da war auch was, aber ich schaffte es nicht, den Aufwind zu zentrieren. Zu zerrissen das Ganze, letztendlich habe ich mich nur weiter nach unten gearbeitet.&nbsp;<em>\u201eJetzt blo\u00df schnell heim\u201c<\/em>&nbsp;war mein einziger Gedanke. Aber wie unterschied sich der R\u00fcckweg doch vom Hinweg! Gut 2m\/s Sinken hatte ich auf einmal auf der Uhr \u00fcber dem Loferer Tal und das Ostende der Steinplatte erreichte ich in 1400m MSL weit unter Grat.<\/p>\n<p><em>\u201eSollte es jetzt wirklich soweit sein?\u201c<\/em>&nbsp;kam mir zum ersten Mal der Gedanke an eine Au\u00dfenlandung. Ich schaute nach unten und befand das Gel\u00e4nde f\u00fcr durchaus landbar. Ich hatte zwar noch keine Wiese ausgew\u00e4hlt, aber ich erinnerte mich, da\u00df direkt unterhalb der Steinplatte doch eine Au\u00dfenlandem\u00f6glichkeit sein sollte. Und so, wie es da unten aussah, erschien mir das recht glaubhaft. Au\u00dferdem war ich ja noch gut 600m \u00fcber Grund und vielleicht geschah ja doch noch ein Wunder\u2026<\/p>\n<p>Danach sah es sogar erst einmal aus, denn etwa in der Mitte der Sonnwendwand fand ich tats\u00e4chlich einen Bart. Nichts Tolles und auch ziemlich zerrupft, aber es ging definitiv nach oben! Und nach Steigwerten fragt in so einer Situation wohl niemand mehr.<br \/>\n<em>\u201eDas w\u00e4r&#8216; ja &#8217;n Ding, wenn ich tats\u00e4chlich noch mit einem blauen Auge davon k\u00e4me\u201c<\/em>keimte sofort wieder Hoffnung in mir auf. Bis 1500m MSL kam ich wieder hinauf, aber dann ging leider nichts mehr, der Bart war zu Ende.<\/p>\n<p>Und wieder Saufen &#8211; mit weit \u00fcber 2m\/s ging es in den Keller. Offensichtlich ein kr\u00e4ftiges Lee s\u00fcdlich der Steinplatte, das mich so gnadenlos zu Boden dr\u00fcckte. An den Wind hatte ich bei meiner Fliegerei \u00fcberhaupt nicht gedacht, was sich nun bitter r\u00e4chte. Jetzt wurde es aber langsam Zeit, sich um einen Landeplatz zu k\u00fcmmern! Ich blickte sehns\u00fcchtig in Richtung St. Johann, aber das recht ausgedehnte Waldgebiet, das zwischen Waidring und Erpfendorf liegt, lie\u00df mich diesen Gedanken rasch verwerfen. Selbst wenn meine Flugh\u00f6he unter normalen Umst\u00e4nden&nbsp;<strong>vielleicht<\/strong>&nbsp;noch gereicht h\u00e4tte \u2013 bei diesen Abwinden w\u00e4re es ein unkalkulierbares Risiko gewesen. Denn was w\u00e4re, wenn es nicht reichte? In den Wald landen? Nein danke!<\/p>\n<p>Nordwestlich von Waidring fand ich nochmal einen Nullschieber, der es mir erlaubte, die Gegend unter mir gr\u00fcndlich zu inspizieren. Ich war noch 450m \u00fcber Grund und hatte schnell zwei gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4chen gefunden, die eine Landem\u00f6glichkeit boten. Nach dem dritten Kreis hatte ich meinen ersten Kandidaten aus den Augen verloren, stattdessen leuchtete ein St\u00fcck frisch gem\u00e4hte Wiese zu mir herauf.<\/p>\n<p><em>\u201eHmm\u2026 etwas klein\u2026 Z\u00e4une? Hindernisse? Anflug? Sieht eigentlich ganz gut aus\u2026 Die Wiese ist ja viel gr\u00f6\u00dfer als der gem\u00e4hte Bereich\u2026 Und da ist wirklich kein Zaun dazwischen? Nee, ich kann nichts erkennen\u2026 Die Stra\u00dfe w\u00e4re auch nicht weit weg\u2026 Nein, da IST kein Zaun! Von wo kommt der Wind? Egal, die Wiese geht leicht bergauf, damit ist die Landerichtung klar! Hmm\u2026 Das k\u00f6nnte klappen\u2026 WIRKLICH KEIN ZAUN??? Beim besten Willen \u2013 ich kann keinen erkennen!\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mein Nullschieber trug noch immer. Das konnte jetzt gehen bis zum j\u00fcngsten Tag. Aber es half ja nichts, h\u00f6her bin ich nicht gekommen und ewig konnte ich die Landung ja nun auch nicht vor mir herschieben. Und ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt vierhundertachtunddrei\u00dfig Landungen gemacht \u2013 jetzt war es eben an der Zeit, das Gelernte auch mal richtig zu nutzen! Und eine Chance hatte ich doch allemal, so schlecht sah die Wiese wirklich nicht aus. Und einen Zaun mittendrin hatte ich immer noch nicht gefunden.<\/p>\n<p><em>\u201eAlso los! Ab zur Position und H\u00f6he abkreisen. Blo\u00df nicht zu fr\u00fch abfliegen und zu hoch kommen, und nicht zu dicht an der Landerichtung, damit auch noch ein Queranflug bleibt. Und auf die Fahrt achten, um Himmels willen keinen Str\u00f6mungsabri\u00df in der Endanflugkurve! Aber auch nicht zu schnell, soo lang ist die Wiese nun auch wieder nicht. Und wie lange den Gegenanflug? Hmm\u2026 ach, nach Gef\u00fchl wie in Unterw\u00f6ssen, blo\u00df nicht zu kurz. Also los jetzt! Fahrwerk &#8218;raus, Fahrt 90 km\/h, na, k\u00f6nnen auch 100 km\/h sein, aber nicht mehr! H\u00f6he sieht gut aus, jetzt noch ein bi\u00dfchen und dann den Queranflug\u2026 Hmm, h\u00e4ttest doch noch l\u00e4nger im Gegenanflug bleiben sollen, aber jetzt isses zu sp\u00e4t, weiter! Fahrt? 100 km\/h &#8211; Ok! Also jetzt Endanflug &#8211; uuuund rrrrum! Und Klappen, oh, Klappen voll!! Mist, der sch&#8230;. Cirrus geht nicht &#8218;runter! Hilft nix, da ist schon die Wiese, dann halt mit dem Kn\u00fcppel, der Bock mu\u00df &#8218;runter! Uuuuuund voooorsichtig Abfangen\u2026 Oh jeh, mit 120 km\/h \u201eeingeschlagen\u201c \u2013 aber sanft aufgesetzt! Jetzt aber bremsen! Oh, da kommt schon das hohe Gras, na ja, 120 km\/h eben. Wenn da jetzt ein Zaun w\u00e4re, w\u00e4re ich einen Kopf k\u00fcrzer! Ist aber keiner! Und das bremst jetzt! Na, jetzt gibt&#8217;s doch noch einen Ringelpietz? Kn\u00fcppel nach vorne, damit es das Leitwerk nicht abrei\u00dft! Aber es ist ja schon langsam, da passiert wohl nichts mehr.&nbsp;<strong>So, Kiste steht!<\/strong>&nbsp;Puh! Ist an Dir noch alles dran? Ja, sieht so aus. Hat geklappt! Das war also Deine erste Au\u00dfenlandung! Na gut, h\u00e4tte schlimmer kommen k\u00f6nnen! Komm, jetzt schauen wir mal den Flieger an!\u201c<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1215\" style=\"margin-left: 10px; margin-bottom: 10px;\" title=\"Cirrus\" src=\"wp-content\/uploads\/2012\/04\/Cirrus.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Cirrus.jpg 320w, https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Cirrus-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/>Der Flieger hatte es augenscheinlich auch gut \u00fcberlebt, einzig das Fahrwerk war voller Dreck und Gras, aber selbst die Fahrwerksklappen waren noch vollz\u00e4hlig vorhanden. Und der 120\u00b0-Ringelpietz war ja erst sp\u00e4t bei recht niedriger Geschwindigkeit passiert, so da\u00df mich auch beim Gedanken an Jacki, unserem Werkstattmeister, keine Angstgef\u00fchle beschlichen.<\/p>\n<p>Still war es. Merkw\u00fcrdig, ungew\u00f6hnlich still. Ich begann mich umzusehen. Ich hatte die Wiese noch lange nicht ausgenutzt, das hohe Gras hatte wirklich vorz\u00fcglich gebremst. Auch der Flurschaden hielt sich in sehr \u00fcberschaubaren Grenzen. Gerade mal die Spur des Fahrwerksrades. Daf\u00fcr sollte mir der Bauer nicht den Kopf abrei\u00dfen.<\/p>\n<p>Apropos Bauer: Den sollte ich ja jetzt vielleicht mal suchen. Und bei der DASSU anzurufen w\u00e4re bestimmt auch keine schlechte Idee. Das machte ich zuerst. Das Handy hatte guten Empfang und so konnte ich Stefan Maser gleich den Stand der Dinge berichten. Er bot an, mich abzuholen, was ich erleichtert annahm. So weit war es ja Gott sei Dank nicht, etwa 25km Fahrstrecke. Aber einen Moment k\u00f6nne es schon noch dauern \u2013 kein Problem, das Wetter war ausgezeichnet (f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger) und ich hatte ja auch noch einiges zu erledigen.<\/p>\n<p>Nebenan waren einige abgez\u00e4unte Areale \u2013 Pferdekoppeln, wie ich jetzt sah! Das war ja toll, da\u00df meine Au\u00dfenlandung ausgerechnet neben einem Pferdestall stattgefunden hatte! Dazu mu\u00df man wissen, da\u00df ich seit meinem 11. Lebensjahr (mit Unterbrechungen) auf dem R\u00fccken der Pferde zu Hause bin und auch in Berlin seit gut 15 Jahren regelm\u00e4\u00dfig drei Mal in der Woche reite.<\/p>\n<p>Ich ging auf die Koppel und lief zu einem der Jungs, der gerade eines seiner Tiere longierte, um ihn nach dem Bauern meiner Landewiese zu befragen. Sch\u00f6ne Pferde hatten die da und es war mir ein Leichtes, mich erst einmal eine halbe Stunde \u00fcber Pferde und die Reiterei zu unterhalten. Ich denke, jeder hat so seine Methoden, Stre\u00df abzubauen \u2013 diese war f\u00fcr mich genau die Richtige.<\/p>\n<p>Der Bauer war selbstverst\u00e4ndlich bekannt und ich mu\u00dfte gerade mal \u00fcber die Stra\u00dfe laufen, um ihn zu finden. Als ich ihm erz\u00e4hlte, da\u00df ich seine Wiese zum Flugplatz umfunktioniert hatte, verfinsterte sich erst einmal seine Mine. Nach der anschlie\u00dfenden Ortsbegehung war aber auch er der Meinung, da\u00df das ja alles halb so schlimm sei, aber ein Flurschaden nat\u00fcrlich schon da w\u00e4re und seine Wiese etwas gelitten h\u00e4tte. 10 \u20ac wolle er haben, und ich beeilte mich, ihm den Schein in die Hand zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" style=\"margin-bottom: 20px; margin-left: 10px;\" src=\"wp-content\/uploads\/2012\/04\/Haenger.jpg\" alt=\"[H\u00e4nger]\" width=\"320\" height=\"240\">Nachdem ich zur\u00fcck auf dem Reiterhof noch ein Glas Wasser getrunken und eine weitere Entspannungszigarette geraucht hatte, begann ich, das Flugzeug f\u00fcr den Transport vorzubereiten. Also Klebeband entfernen, Ruderanschl\u00fcsse suchen, finden und \u00f6ffnen (ich hatte noch nie einen Standard Cirrus abger\u00fcstet) \u2013 die Zeit ging rum und bald kam dann auch Stefan mit seinem Kombi und dem offenen DASSU-H\u00e4nger hintendran. Den Tobias hatte er auch noch mitgebracht, so da\u00df der Flieger schnell und problemlos auf dem H\u00e4nger verstaut wurde.<\/p>\n<p>Blieb nur noch der Segen von Jacki. Als wir nach kurzer Zeit wieder auf dem Unterw\u00f6ssener Platz ankamen, ging ich mit einem etwas mulmigen Gef\u00fchl im Bauch \u2013 aber nichts desto trotz sofort \u2013 in die Werkstatt und beichtete, was mir widerfahren war. Oh jeh, das Fahrwerk s\u00e4he ja schlimm aus, ich solle mal aufbauen und dann w\u00fcrde er sich die Sache genauer ansehen, sagte Jacki, nachdem ich das Geschehene so ehrlich wie m\u00f6glich geschildert hatte. Gut, jetzt wu\u00dfte ich ja, wie das beim Cirrus geht und nach dreimaliger Kontrolle der Ruderanschl\u00fcsse (die man blind montieren mu\u00df) und aufwendiger R\u00e4umung des Fahrwerkskastens sagte ich in der Werkstatt Bescheid und harrte der Dinge, die da noch auf mich zu kommen k\u00f6nnten. Das &#8222;verbogene Fahrwerk&#8220; war \u00fcbrigens ein verbogener Schutzblechhalter, den ich bei der Reinigung gleich wieder gerichtet habe.<\/p>\n<p>Jacki kam mit Taschenlampe und Spiegel und kontrollierte \u00e4u\u00dferst gewissenhaft das ganze Flugzeug. Mir war nicht sehr wohl in meiner Haut, aber offensichtliche Besch\u00e4digungen hatte ich eigentlich nicht feststellen k\u00f6nnen. Aber man wei\u00df ja nie, was ein so erfahrener Werkstattmeister noch zu Tage f\u00f6rdert\u2026<\/p>\n<p>Nein, das s\u00e4he alles ganz ordentlich aus. Ich k\u00f6nne das Flugzeug in die Halle stellen.<\/p>\n<p>War ich erleichtert!!! Jetzt war also meine erste Au\u00dfenlandung wirklich abgeschlossen und es war tats\u00e4chlich nichts passiert. Das sollte mir zwei K\u00e4sten Bier wert sein. Eine \u201ePlatzrunde\u201c ist nat\u00fcrlich Pflicht nach einer Au\u00dfenlandung, nach einer ersten und erfolgreichen zumal.<\/p>\n<hr>\n<h4>Nachwort<\/h4>\n<p>So ganz verstanden habe ich das Wettergeschehen an diesem Tage bis heute nicht. Offenbar hat der Wind \u00fcber die Mittagszeit aufgefrischt oder er hat gedreht oder was wei\u00df ich\u2026 Jedenfalls war s\u00fcdlich des Kaisers absolut nichts von einem Lee zu sp\u00fcren, auch beim Hinflug \u00fcber das Loferer Tal war noch alles in bester Ordnung. Mein R\u00fcckflug erfolgte auf identischer Linie, etwas tiefer allerdings, und ging fulminant in den Keller. Na, vielleicht erkl\u00e4rt es mir ja irgendjemand irgendwann.<\/p>\n<p>Schwerwiegender war dann schon die Angst, die in den Wochen nach der Au\u00dfenlandung aufkam. Am Tage selbst war ich noch gl\u00fccklich, meine \u201eFeuertaufe\u201c bestanden zu haben. Danach aber erinnerte ich mich an diesen massiven Schrecken, den ich bekam, als ich vom gem\u00e4hten Teil der Wiese in das hohe Gras kam. Wenn da jetzt doch ein \u00fcbersehener Zaun gestanden h\u00e4tte? Diese Vorstellung eines im buchst\u00e4blich letzten Moment gek\u00f6pften Segelfliegers verfolgt mich, seit ich im &#8218;AEROKURIER&#8216; die ersten Bilder von Holl\u00e4ndischen Segelflugzeugen mit ihren Stahlrohrk\u00e4figen im Cockpit gegen Weidez\u00e4une gesehen habe. Mich schaudert jetzt schon wieder, wenn ich diese Zeilen schreibe. Diese Gedanken plagten mich noch einige Wochen nach der doch so wunderbar gegl\u00fcckten Au\u00dfenlandung. Aber das mag ein sehr pers\u00f6nliches Problem von mir sein.<\/p>\n<p>Jetzt, fast ein Jahr sp\u00e4ter, ist wohl doch ein Zuwachs an Selbstvertrauen \u00fcbriggeblieben. Ich denke, das Risiko einer Au\u00dfenlandung schreckt mich nicht mehr so sehr, wie das vorher der Fall gewesen ist. Insofern war es wahrscheinlich ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum Streckenflieger.<\/p>\n<hr>\n<h4>Kommentar von Jan zum Wetter:<\/h4>\n<p>Das praktische Programmchen \u201eIGCView\u201c von Eric Svensson zeigt f\u00fcr den 18. Mai 2004 eine einigerma\u00dfen klassische Hochdrucklage. Zwar lagen wir noch am \u00f6stlichen Rand des Hochs, aber die Druckverteilung am Boden ist so flach, dass es keine f\u00fcr die Fliegerei relevante \u00fcberregionale Nordstr\u00f6mung in niedrigeren Luftschichten gegeben haben kann. In der H\u00f6he liegen die Isohypsen zwar etwas enger beieinander, aber Matthias&#8216; positive Erfahrungen am Kaiser zeigen wiederum, da\u00df der m\u00e4\u00dfige Nordwind im 500-hPa-Niveau nicht bis zu dem weniger als halb so hohen Berg durchgegriffen haben kann, geschweige denn an Steinplatte oder Sonnwendwand das Lee verursacht haben kann. \u00dcberregionaler Wind (Gradientwind) spielte an diesem Tag also offenbar so gut wie keine Rolle.<\/p>\n<p>Stattdessen legt die H\u00f6henlage, in der sich Lees gebildet haben, die Vermutung nahe, da\u00df der sogenannte \u201eBayerische Wind\u201c daran schuld sein k\u00f6nnte, also die durch die thermische Aktivit\u00e4t des Gebirges verursachten Talwinde, die vom bayerischen Alpenvorland aus durch die nach Norden offenen T\u00e4ler blasen. Charakteristisch f\u00fcr jeden Talwind ist, da\u00df er \u2013 aufgrund seiner Entstehung geht das gar nicht anders \u2013 tief unten in den Talfurchen bl\u00e4st, also den Talgrund in einer begrenzten und oft nach oben ganz scharf endenden Schichtdicke ausf\u00fcllt. Wird diese Schicht mit zunehmender Thermikaktivit\u00e4t im Tagesverlauf dicker, dann werden einzelne niedrige H\u00fcgel und Rippen nicht mehr um-, sondern \u00fcberstr\u00f6mt. Einer der ersten H\u00e4nge, die auf diese Weise vom Talwind \u201egeschluckt\u201c werden, ist unsere Gscheurer Wand. Anstatt also hangparallel Richtung Achberg zu blasen und dort fast rechtwinklig durch den Klobenstein abzuknicken, entscheidet sich der Wind pl\u00f6tzlich, den W\u00f6ssener Haushang zu \u00fcberstr\u00f6men, wobei er nat\u00fcrlich auf der Luvseite Hangaufwind und auf der Leeseite (dem Abhang der Rauhen Nadel Richtung K\u00f6ssen) Abwind erzeugt. W\u00e4chst die Schichtdicke weiter, dann kann es vorkommen, da\u00df nicht mehr nur solche einzelnen Hindernisse \u00fcberstr\u00f6mt werden, sondern da\u00df sich die Talwinde verschiedener benachbarter T\u00e4ler zu einem gro\u00dfen System vereinigen, welches dann als \u201eBayerischer Wind\u201c ganze Teilst\u00fccke der Randketten \u00fcberstr\u00f6mt.<\/p>\n<p>Ich vermute, da\u00df genau das am 18. Mai 2004 der Fall war. Thermisch war der Tag offenbar recht gut und sicherlich aktiv genug, um kr\u00e4ftige Talwindsysteme auszul\u00f6sen. Schon morgens beim Wegfliegen k\u00f6nnte der durch den Klobenstein quer \u00fcber das K\u00f6ssener Tal gegen die Nordostrippe des Zahmen Kaisers prallende Talwind des Achentals Matthias geholfen haben, an dieser Rippe sofort Aufwind zu finden. Da\u00df der Wilde Kaiser hingegen in seiner S\u00fcdwand \u00fcberhaupt nicht leeig war, liegt zum einen an seiner H\u00f6he, die es dem Talwind meist unm\u00f6glich macht, direkt oben \u00fcber die gleichm\u00e4\u00dfig hohen Grate zu klettern. Zum anderen ist das Massiv in Ost-West-Richtung extrem breit, so da\u00df auch die seitliche Umstr\u00f6mung durch die Talwinde des Achentals im Osten und des Inntals und Ellmauer Tals im Westen (au\u00dfer vielleicht unmittelbar an den Ecken) kein relevantes Lee mehr hervorrufen kann. Es kommt allerdings, wenn auch sehr selten, vor, da\u00df der Kaiser tats\u00e4chlich vollst\u00e4ndig vom Bayerischen Wind (vermutlich im Zusammenspiel mit starkem Nord- oder Nordwestwind in der H\u00f6he) geschluckt wird und dann trotz besten Thermikwetters in seiner S\u00fcdwand ein gewaltiges Lee entwickelt.<\/p>\n<p>Nun, dies war offenbar nicht der Fall, wie \u00fcblich ging der Kaiser thermisch bestens. Die Steinplatte hingegen war meiner Meinung nach vom Bayerischen Wind, der \u00fcber den Masererpass und Reit im Winkl flie\u00dft und entlang der flach ansteigenden Winklmoosalm keine Hindernisse findet, bereits \u00fcberstr\u00f6mt. Dennoch gab sie beim ersten Anflug ebenfalls einen mit 2,5 m\/s extrem guten Bart ab. Das mu\u00df kein Widerspruch sein, denn unterhalb des Parkplatzes liegen dort lange, bewaldete S\u00fcdh\u00e4nge windgesch\u00fctzt in einer Art gro\u00dfem Kessel. Hier kann sich Warmluft bilden und aufsteigen. In der Einstiegsh\u00f6he von etwas \u00fcber 2000m MSL, hoch \u00fcber dem Parkplatz, war dieser Bart offensichtlich schon bestens organisiert. Wie die Loggeraufzeichnung zeigt, war der Windversatz zwischen 2000 und 2350 Metern recht gering, der Bart war also dort auch schon sowohl aus der Talwindschicht des Waidringer Tals selbst als auch aus dem Lee des Bayerischen Windes heraus, so da\u00df er bestens nutzbar war. Tats\u00e4chlich war dieser Bart also urspr\u00fcnglich ein Leebart, der aber durch die leeausl\u00f6sende Schicht hindurchgestiegen ist und in der H\u00f6he, in der Matthias ihn angetroffen hat, bereits pillegrade \u00fcber seinem Ausl\u00f6ser stand (siehe Bild).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"wp-content\/uploads\/2012\/04\/Steinplatte.png\" alt=\"[Bayerischer Wind]\" width=\"620\" height=\"347\"><\/p>\n<p>Beim Zur\u00fcckfliegen deutlich unter Grat war zwar auch aus den S\u00fcdh\u00e4ngen aufsteigende Warmluft da, wie der Nullschieber \u00fcber der Au\u00dfenlandewiese, besonders aber der Steigkern in der Mitte der Sonnwendwand zeigt. In der geringen H\u00f6he ist diese Thermik aber einfach noch nicht so breit und so gut organisiert wie einige hundert Meter h\u00f6her. Hinzu kommt, dass die kurzen Heber schon aus Sicherheitsgr\u00fcnden unterhalb des Grates nicht so effizient ausgeflogen werden k\u00f6nnen wie in rundum freiem Luftraum. Vor allem aber schl\u00e4gt jetzt das Lee zu: starkes Sinken zwischen den B\u00e4rten, und wegen der Turbulenz schlecht zentrierbares Steigen lie\u00dfen keine Chance, wieder wegzukommen. Ich glaube, dass die Au\u00dfenlandung unter der gegebenen Umst\u00e4nden ziemlich unvermeidbar war.<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Matthias Sch\u00fcndeh\u00fctte [OLC-Seite dieses Fluges] Irgendwann ist es soweit. Dabei hatte es ganz vielversprechend angefangen an diesem 18. Mai 2004. Es war kein Hammerwetter angesagt, doch m\u00e4\u00dfige Thermik war allemal zu erwarten. Allerdings entsprach die Basish\u00f6he in den letzten Tagen nicht ganz meinen Anf\u00e4ngerw\u00fcnschen, die \u00fcblichen gut 2000m MSL lie\u00dfen doch h\u00e4ufig meinen streckenfliegerischen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/?page_id=1207\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Die erste Au\u00dfenlandung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":1215,"parent":419,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1207","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1207"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1207\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5427,"href":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1207\/revisions\/5427"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/419"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.alpenflugzentrum.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}