von Holger Fuhr
Zur Wertung des Alpe Adria Cup 2026
Samstag 20.06.: Feierabend mit Wetterbeleuchtung (am hellichten Tag)
…wer das richtig liest….dazu am Ende mehr.
Bei dem doch eher ungewohnt verlaufenen Briefing wußte Quaxi die entscheidende Passage gut in Worte zu fassen: It´s a normal Democratic Decision, Martin Decides. Spaß beiseite, er hatte angeboten das fliegen heute per Abfrage zur Disposition zu stellen.
Der Nachteil: Abrüsten in brütender Hitze.
DerKuchen hat dann nach der Siegerehrung aber noch besser geschmeckt.

Brigitte, mit der anderen Kamera bewaffnet, ist ja nie im Bild. Es sei denn, sie kriegt bei der Siegerehung auch was. Das muss man nutzen….

Teil der Statistik war, dass die Schlepper insgesamt 42 Stunden in der Luft waren. Davon (wer dahinter gegangen hat kann ein Lied davon singen) gingen bestimmt zwei Drittel auf die D-EPER…. Markus, Deine Geduld vorne Cockpit derselben ist vorbildlich (-:
So, die Woche ist für alle mal wieder durchgeflogen. Was macht man jetzt? Ich für meinen Teil kann noch eine Woche hierbleiben. Was dann die Frage ist, ist das Wetter daheim im Norden besser oder hier? Labilität hier vs. Stabilität in Unterwössen ? Oder Kaiserwetter im Norden des Hauptkamms und Gewitter ab mittag in Kärnten? Ich hatt ja heut noch das Wetterorakel Gerhard zum befragen. Ihr werdet sehen von wo ich Flüge ins WeGlide einreiche ab morgen….
Nach der Siegerehrung (viele sind schon abgerückt) letztes Essen mit dem Team auf der Terrasse des FlyIn. Gegen 16:15 wurde es dann von allen Seiten Dunkel und angenehm windig auf der Richtung 20….
Als es dann Anfing zu schütten hat sich Vasili heroisch auf die Schirme gestürzt um sie mit Klammern und Leimzwingen zu verbinden, damit wir draußen zu Ende essen können.
Leider haben die Wassermengen über eine Klammer gesiegt. Das Wasser beendete schlagartig den trockenen Zustand eines am Tisch und schwemmte den Inhalt des Tellers davon…
Umziehen nach drinnen eindeutig besser….

Was auch die Frage beantwortet: wie wäre das Abrüsten nach einer geflogenen Aufgabe heute geendet. Kühler. Und sehr nass….

Vasili hat übrigens auch was bekommen. Thema er mal im Hintergrund….
So, das Gewitter ist durch, alle Fotos sortiert, alles geschrieben. Feierabend für dies Jahr. Auf eine gute Zeit bis zum 35. AAC 2027 in Feldkirchen.
Ende des Blogs….
Freitag 19.06.: Hitzeschlacht in Kärnten….
…einzige Fluchtmöglichkeit, fliegen oder Eis im Schatten. Ich hab heut erstmals ersteres nutzen können. Und das Eis gibts später.

Bristell war heut nicht, sondern Remo. Das UL hat seit dem Rückflug um das Auslesekabel für die Dynamic in Lesce zu holen auch Kopfschmerzen…WtF…
Hannes hat sich revanchiert und in kürzester Zeit die Teile in Deutschland organisiert. Morgen spielt sie wieder mit.
Auch mitspielen im FlyIn tut ein gern gesehener Gast in LOKF. Biggo ist seit gestern da. Auch er braucht öfters Kärntner Luft zwischendrin um sich wohl zu fühlen….

Ein Dauerbrenner sind dies Jahr echt die Lufträume. Heute haben schon wieder zweie Luft mit den Tragflächen durchschnitten, die in den Karten rot gefärbt ist…Das gibt morgen wieder Zielwasser!?

Und ansonsten ist mir heut zu warm zum Blog schreiben im Racing Büro. Ich wechsel jetzt an die Theke und werf noch ein Radler ein!
Donnerstag 18.06.: Von Rückholtouren verschont, aber immer noch nicht selbst geflogen.
Das ist glaub ich neuer Rekord, mein Kugelporsche steht schon seit einer Woche in der Halle, aber ich hatte auch offen gestanden nicht den „Drive“, ihn nach draußen zu zerren. Ich flieg ja nun oft bei Minimalwetter, aber in dem Drumherum wär mir dass dann doch zuviel Streß.
Im Acker ausgerollt ist heut auch keiner meiner üblichen Verdächtigen, so dass die Kombination in der brütenden Hitze helfen oder im Schatten was trinken die Wahl des Tages war.

Wo wir grad davon reden….Da sitzt auch einer im Schatten und notiert akribisch jeden Start. Moment, mal ranzoomen:

Do you know this Person ? (oberhalb der Flagge auf dem Passat-Dach).
Hallo Richard!!!! (der Paparazzi sieht alles)
Der ORF war heut auch da und hat seinen fast schon traditionellen Bericht zum AAC für Kärnten heute gemacht. Der ist ab morgen auch in der ORF Mediathek mit diesen Suchbegriffen zu finden.

Dafür läßt Martin sogar mal das Briefing ein paar Minuten später beginnen.
Morgen heißt es um Punkt 10 aber wieder: Ruhe! 10 Uhr! Briefing!
Mittwoch 17.06.: Jeden Tag ne Rückholtour….
Ich hab nen Nebenjob neuerdings. Unvermuteterweise saß ich in einem Skoda Kamiq mit CZ Kennzeichen um Petr Malczik von seinem Acker bei Spittal an der Drau aufzusammeln.
Wie zum Teufel findet man einen Acker, wenn das Navi im Auto nur in Ceska mit einem parliert. Du blöde Kuh (vgl. gestern) bringt da auch nicht wirklich was….Die Antwort versteh ich ebenso wenig wie das Navi meine eher unfreundliche Ansprache…
Nun gut; Petr hat sich aber auch eine leicht zu findende Wiese 5 Minuten von der nächsten Autobahnabfahrt der A10 gesucht, also eigentlich mit einem Blick auf Handy und das Google Maps erledigt.
Zu dem Zeitpunkt hatten Ute und Claudia im SPWB (s. gestern) schon den Versuch abgebrochen, dem Wetter Kilometer abzuringen.

Die Begeisterung war Claudia nach dem Ausrollen anzusehen….
Aber -man befand sich in bester Gesellschaft. Außerdem hatten die beiden dann Zeit, Steffi in Hermagor aufzusammeln. Ich war ja schon Skoda fahren.
Somit hatte Axel mal ein paar Stunden frei – oder Küchendienst. Denn Hermagor ist ja nun auch nicht so weit.

Zielwasser in Form von „Rennie räumt den Magen auf, im Zweifel auch Jägerkleister“ gab es heut beim Briefing auch nochmal, das mit den Lufträumen hier ist noch nicht jedem in Fleisch und Blut übergegangen…
Das Kopfweh der Dynamic ist auch wieder weg, wir haben dem Maschinchen keinen Kräuterschnaps eingeflößt. Das in Leske abgeholte Auslesekabel hat Hannes aber auf die Spur (des doch) mechanischen Defekts gebracht. Der konnte auch ambulant beseitigt werden. Außerdem ist die 2. Dynamic auch da und ging direkt in den Einsatz.
Mit 6 (!) Schleppern kam es dann tatsächlich zum einen oder anderen Stau im Wegschaufeln des Grid. Das wird morgen früh dann mal optimiert. Man kann tatsächlich mal Schleppmaschinen zuviel haben.
Dienstag, 16.06.: Du blöde Kuh…
…oder wer eine Rückholtour fährt kann viel erzählen. Zu der bin ich heut gekommen, dazu später mehr.
Begonnen hat der Tag mit der Verzierung von Steffis Seitenleitwerk mit der ersten Pink Kuh dieses AAC. Die Außenlandung von Sonntag erfuhr damit ihre Dokumentation und das Rennen um die fette Torte a Samstag für den Gewinner des Außenlandewettbewerbs ist eröffnet.
Einen anderen Wettbewerb hat einer aus dem Team gewonnen, den des erstauntesten Blickes der anderen aus dem Team. Der Spruch: bei mir sind seit gestern Glühwürmchen auf der Terrasse, ich fühl mich wie eine Disney-Prinzessin… Nun gut, wird nicht verraten wer den rausgelassen hat (nein, nicht Brigitte!), aber der Rest vom Team ahnt schon wer….
Den heutigen Pechvogel hatten wir eigentlich alle, denn die Dynamic hatte heute ab dem zweiten Schlepp echt Kopfweh. Keine volle Leistung und ein sägend/röchelndes Geräusch statt des sonstigen Vollsound des Helix Carbon 5-Blatt Propeller ließen nichts gutes ahnen.
Das flügs in Leszke geholte Rotax-Auslesekabel für einen PC hat erste Erkennnisse im Bereich Turbolader / Wastegate erbracht. Warten wir ab ob Rotax da helfen kann morgen.
Tja, und der nunmehr erfolgte Linksverkehr beim Duo fliegen (Spätzle-Porridge-Weißbier-Bomber) hat heute leider dazu geführt, ebenso wie Steffi Sonntag die Abbiegung ins obere Drautal zu nehmen….
Das Ende vom Lied: Maisacker 8 km unterhalb Steffis Wiese direkt an einem Campinglatz.
Da gab es dann aber viele helfende Hände um den Duo aus dem Acker auf den angrenzenden Feldweg zu bugsieren. Und ein kleines Mädel, bei der Disney Prinzessin jetzt wohl dauerhaft out ist, denn Segelfliegen ist in. Mal Reinsetzen wollte sie sich bis zum Schluss nicht, aber so ein großer Weißer Vogel direkt neben dem Wohnwagen hat doch schon was (-:

Die Tücken der Sprachsteuerung eines modernen Autos („Hallo BMW“) hatte Axel bim losfahren zu tragen, denn der Versuch die Adresse des Campingplatzes ins Navi zu säuseln hat irgendwie nicht funktioniert.

Wobei die junge Dame im Computer -ganz Frau (sic!) – wohl alles mitkriegt. Wir wissen ja nicht was da sonst so im Auto geredet wird (die dann eingetippte Adresse war in Ute´s Benutzerprofil… Kennt jemand im Zweifel ne gute Eheberatung?!?!) Aber gefunden haben wir sie ja ohne Probleme.
Montag, 15.06.: Die Griechen verfolgen uns….
An so einem Zwischendrin-Ruhetag gibt es meist wenig zu berichten. Das die Leut aufeinanderglucken hat man meist nur an mehreren Tagen Ruhe hintereinander. Die Co von Ute ist jetzt da, der Duo des Landesverbandes BaWü ist jetzt also komplett als Spätzle-Weißbier-Porridge Bomber unterwegs.
Das Team hat sich gestern abend einmal gemütlich zum Abendessen getroffen, wie gewohnt hat Martin noch einmal ein Lokal aufgetan, wo wir noch nie waren. Zwar auch ein griechisches Lokal, aber an einem Montag mußte man auch das nehmen, was halt auf hat. Aber nicht nur von der Lage, auch die Calamari waren hervorragend.
Sonntag, 14.06.: Zielwasser und Flugplatz-Acker
Beim morgendlichen Briefing gab es seitens Martin wie gewohnt recht launige Manöverkritik zum gestrigen Tage. Auch für die Pechvögel des Tages („Nuller“ wegen 20 m im Luftraum Klagenfurt vor der Startlinie) wurde in Form von bleihaltigem Kräutertee eine kleine Aufmunterung verschenkt….

Und alle waren heut eh Mützen. Denn es gab gesponsorte Thermikhüte für alle.
Das nötige Feingefühl für selbige war nicht jedem/jeder gegeben heute, vor allem unsere Steffi hatte mit der Routenwahl im Drautal wenig Fortune. Allerdings war die Wiese flugplatzgroß und sogar mit Windsack ausgestattet. Bei näherer Betrachtung auch die Landewiese der lokalen Paraglider. Von denen war aber weit und breit nichts zu sehen, denn mangels Thermik dort sind die heut nicht vom Berg gehüpft.

Nun ja, es kann dann eigentlich demnächst nur besser laufen….Für Ute und Axel ist es auf jeden Fall heut was besser gelaufen. Achtbar rumgekommen wird der Spätzle Weißbier Bomber dann morgen (oder Dienstag, das kommt aufs Wetter an….) endgültig mutieren….

Samstag, 13.06.: Lasst die Spiele beginnen….
…und die Technik spielt schon Streiche.

Der junge Mann hier hatte auf jeden Fall mit den Tücken der Technik des Audio beim Briefing zu tun….Hoffen wir, das Martin morgen nicht so krächzend zu verstehen ist wie heute.
Aber auch somst hatte die Technik so ihre Tücken. Denn uns Steffi war zum Briefing dann doch da. Und ist auch gestartet. Und direkt wieder gelandet. Kein GPS. Was für eine Pechsträhne. Daraufhin abgebaut (obwohl der Fehler gefunden wurde). Richtigerweise aber das Glück nicht herausgefordert. Ob wir morgen einen weiteren Versuch sehen werden. Ich werde berichten.

Manche Zeitgenossen wählen dann von sich eher den Harten, steinigen Weg. Wie unser allseits bekanntes Urgestein Joachim H. . Lange Jahre mit einem Flugdinosaurier namens Nimbus III DM mitfliegend war man die letzten Jahre auf die leichte Damen-Handtasche aus dem Hause JS Sailplanes umgestiegen.
Wie alle (nach) schwer Süchtigen wurde man dieses Jahr rückfällig und bestreitet den diesjährigen AAC mit altem Schwerplastik namens DG 505 MB…..

Auch unsere Ute hat Ihr Rennboot gegen eine allerdings etwas leichtere Variante der Sorte Ballast auf dem hinteren Sitz angeschnallt getauscht. Bis morgen darf noch Axel im Spätzle-Weißbier-Bomber mitschippern, der endgültige Name des Gefährts wird dann Montag bekannt gegeben ((((-:
Freitag, 12.06. Eröffnungsfeier
So, hier im Hintergrund wie gewohnt das Tagebuch des täglichen Wahnsinns; Schoten; Pleiten, Pech und Pannen & die schönen Kleinigkeiten, die dem Leben (in einem Segelflugwettbewerb) die nötige Leichtigkeit verleihen.
Der Schwerpunkt liegt eigentlich auf den Recken des AFZ & drumherum. Eigentlich. Weil: Geschrumpft. Auf ein Team mit einem Flugzeug. Ute hält die Flagge hoch. Tomasz ist ja einen Platz weiter nach St. Johann übergelaufen. Unsere Steffi, früher Unterwössen, heute Ohlstadt war seit gestern so von Pech verfolgt dass sie heut morgen kurzfristig absagen musste. Und Mathias war schon früh wieder „raus“, weil seine angeschwippte Tochter sich die Wettbewerbswoche für ihre Hochzeit ausgesucht hat. ts ts, sowas aber auch.
Also halt ich nach weiteren „Opfern“ Ausschau.
Und der Chronist….der hat eh schon den Inventarstempel hier. Angereist schon Mittwoch Abend (eher angeschwommen, Mann, was für ein Pißwetter auf beiden Seiten des Alpenhauptkammes) galt es heut erstmal die Spätfolgen einer Reparatur meines Autos zu beseitigen.
Ein fest verschlossener Kofferraum, der sich nicht öffnen läßt, ist auch eher…suboptimal.
Hier gibt es aber tatsächlich noch Werkstätten wo sich der Chef persönlich in den Tiefen des Kofferraums vergräbt und den Fehler ausmerzt. Ein Hoch auf KFZ Stranig hier in Feldkirchen!
Und sonst so? Jede Menge (Alt)-bekannte Gesichter, ein paar neue; super Stimmung und griechisches Essen im Fly In. Also gute Voraussetzungen für ne prima Woche.
In dem Sinne: Morgen gehts weiter.