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AFZ goes East, 10. Tag (Montag)

 

Rückholerrallye nach Brandenburg

Morgens will noch keiner die Wetterprognosen so recht glauben, denn dichter Hochnebel dämpft das Tageslicht. Alex macht uns aber beim Briefing Mut, und auch DWD und „Wetter jetzt“ reden von guter Wolkenthermik mit 1500 m Meter Basis.

Da ich erst zum Briefing gekommen bin bin ich der vorletzte der aufbaut, nur Hans Jürgen zieht die Siemens LS 6 nach mir aus dem Anhänger. Irgendwann am Mittag macht das Wetter dann auch soweit auf, dass Roland einen F-Schlepp wagt… Aber unter Ablassen des Wassers kurze Zeit später wieder da ist.

Er schiebt an die Winde und ist im somit zweiten Anlauf weg. Mark folgt ihm, was die Meute munter macht. Leider klinkt mich ein Detmolder falsch ein, so dass mein Seil mit Maximalfahrt gen Winde eilt..

Dadurch kann Axel die Scharte der vergessenen Toilette wieder auswetzen (hat ihm eine Fahrt ins Vorzelt am anderen Platzende eingebracht, denn wir stehen wieder an der westlichen Platzseite), und startet vor mir. Umgekehrte Vorzeichen von Donnerstag, er landet grad als ich nach dem Klinken ein paar hundert Meter neben ihm mit einem guten Meter auf Anhieb wegkomme.

Weit allerdings nicht, denn bei 850 m über Platz ist die Basis erreicht. Umso mehr erstaunt es mich, das Roland, Rene und Mark Überland gehen. Bei Jan ist man sowas ja gewohnt, er ist mit unserem letzten Zugang Ute Hoffmann in der DG 1000 des ATK unterwegs.

Ich trau mich wie die meisten nicht weit weg, turn drei Stunden in Platznähe herum, denn die Basis steigt auf grad mal 1000 m über Platz. Allerdings kurbel ich einen Bart mit drei (!) Seeadlern aus, so mir das Beeindruckendste was mir an gefiederten Begegnungen widerfahren ist in meinem Fliegerleben.

Nach der Landung hab ich nur wenig Zeit meinen Flieger zu verräumen – Roland hockt bei Reinsdorf auf dem Acker, da Natascha mit dem Aua Bein ihn nicht alleine holen kann. Also auf zu 200 km Rückholtour. Auf dem Weg erfahren wir dass Rene in Nardt geackert hat und Jan auch irgendwo in Brandenburg südlich von Roland hockt.

Die Tour nach Abfahrt von der A 13 nach Berlin ist ein beeindruckendes Beispiel wie viele Gesichter Deutschland hat. Riesige Wälder wechseln sich ab mit kleinen Dörfern im Teltow-Fläming, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die Qualität der Straßen ist entsprechend, allerdings sind die benachbarten Kornfelder und Maisäcker von einer Güte und Größe, die uns in Erstaunen versetzen (und wir sind aus der Lausitz ja einiges gewohnt).

Gegen acht sind wir auf dem Acker von Flugplatzgröße, die DG ist schnell verstaut. Aber wie in dieser gottverlassenen Gegend was zu essen auftreiben? Wir haben ja eine Stunde lang noch nicht mal einen Supermarkt gesehen…

Der erste Versuch ist eine Pleite, der ziemlich noble Laden schließt die Küche um acht und ist 20 Min. später nicht bereit, uns noch was zu kochen. Wie gut, denn kurz vor der A 13 machen wir eine Vereinsgaststätte an der Straße aus, kurze Nachfrage, wir kriegen noch was, aber da die ältere Dame alleine ist könnt es was dauern. Die Zeit ist auch hier stehen geblieben, mit wenigen neuen Accessoires ist der Laden Ostalgie pur. Das Warten lohnt sich, denn wir kriegen ein frisch gebratenes Schnitzel mit Bratkartoffeln, Tag gerettet. Dazu ein Schwarzer Abt Bier, perfekt- gegen 22.15 rollen wir gen Klix, wo wir wohl gegen Mitternacht eintreffen werden. Im Übrigen wurden diese Zeilen auf der Rückfahrt geschrieben. Gute Nacht denn auch !!!

AFZ goes East, 9. Tag (Sonntag)

 

Ruhetag (na ja, für fast alle..)

Morgens kurz nach Sonnenaufgang zieht ein Gewitter (!) durch die Lausitz. Danach klart es zwar auf, aber Alex prophezeit beim Briefing ein bisschen Thermik und schnell wieder Gewitter. Zwischendrin halt ein bisschen was Thermik, die man evtl. nutzen kann. Jan will das nutzen um den Jantar des ATK mal auszuprobieren, Peter will sich und den Discus der FGT mal an Flachland gewöhnen.

Holger_fertigZunächst läuft aber Alex Frage nach „ist der drei Phasen Kaspar da“ ins Leere, daher muß er selbst ran, denn Campus Bavarensis ist ohne Strom. Den brauch ich nicht, denn mein Haarschneider hat Akku, und Ute hat sich freundlicherweise bereit erklärt, mir die Matte was einzukürzen. Nach heftigem Gegacker aller sind dann alle zufrieden mit dem Resultat. Ich sowieso, denn endlich ist die warme Pracht auf dem Kopf einem besser kühlenden Kurzhaarschnitt gewichen. Gerade noch rechtzeitig bevor der Akku leer ist – ich hab das Ladegerät nicht mitgenommen. Die nötigen Adjustierungen des einen oder anderen Wirbels wird „Chez Ute“ morgen mit dem Langhaarschneider meines Rasierers erledigen – da hab ich das Ladegerät dabei !

Den Ruhetag verbringt jeder anders. Natascha und Roland düsen mit dem Auto los und landen in Polen. Ich mach – unabhängig und ohne voneinander zu wissen wie Manfred und Bärbel – einen Ausflug nach Zittau und will da Dampfbahn fotografieren. Ohne es zu wissen geraten wir in ein dreitägiges Klassik-Automobil-Treffen im Zittauer Gebirge, die Dampfbahn fährt mit 6 oder 7 angeheizten Loks Stundentakt auf beiden Strecken – meine Kamera steht nicht still, auch, weil ich zwischen Bertsdorf und Johnsdorf auch selber mal sächsische Schmalspur-Dampfromantik als Gast schnuppere.

Während dieser Zeit schiebt sich der Cirrenschirm eines riesigen Gewitters aus Westen über die Landschaft, das Wetterfenster war also wirklich klein. Gegen Ende fängt es auch an zu regnen und hört nicht auf bis zur Rückkehr an den Platz. Die Rückfahrt über Oppach bringt mich ins Staunen, denn von Zittau bis kurz vor Bautzen folgt auf der B 96 ein Ort nach dem anderen. 40 km Tempo 50… Das Ruhrgebiet ist ein Witz dagegen.

Am Flugplatz hocken alle in ihren Vorzelten, denn es regnet halt immer noch. Jan und Peter wollen essen gehen und den Flug von heute Revue passieren lassen. Jan hat den Jantar immerhin zwei Stunden bewegt, und weiß einiges zu erzählen. Peter hat es mit Sägezahn geschafft, den Flug nach dem Klinken auf eine halbe Stunde zu strecken, wir alle warten nunmehr das gute Wetter von morgen.

Als wir in der Abenddämmerung den Sächsischen Jäger verlassen regnet es nicht mehr, und der Himmel über uns ist von Western her auch schon wolkenlos.

Das lässt auf morgen hoffen, wenn auch die Temperaturen wieder über die 30 Grad Marke schnellen sollen.

Campus Bavarensis hat im übrigen auch wieder Strom, mit seinem Halbwissen ist es Alex gelungen, wieder für Elektrische Energie zu sorgen ohne sich selbst zu grillen.

AFZ goes East, 8. Tag (Samstag)

 

Planet Blaue Hölle

Es ist heiß in  der Lausitz. Schon beim Briefing schwitzen alle aus allen Poren. Alex kann wegen der Windrichtung auch zunächst nur die Startrichtung nach Osten anbieten, was heißt, dass wir mal wieder in sengender Sonne unsere Flieger 1,6 km ans andere Ende des Platzes ziehen dürfen. Da Betzdorf aber zu teilen schon abgereist ist, und einige bei der Hitze keinen Bock haben hält sich der Andrang am F-Schlepp wie Winde in Grenzen.

Jan ist angekommen, ebenso Peter von den Traunsteinern, die „FGT“ in ungewohntem Terrain, ich glaube das der Flieger das erste Mal in seinem Leben auf 148 m Seehöhe steht…

Martin Baatz ist wird auch gesichtet, aber weder beim (obglitorisch-verpflichtenden) Briefing noch bei uns im Camp. Dafür aber nachher mit der LS 8 der FSGU am Start, den Weg hat er offensichtlich auch so gefunden.

Anderen Besuch kriegen wir auch noch, Ali Siegert und Franz Bayerschmidt landen gegen 11 mit der Dimona der FSGU. Mit den Weiten des Ostens noch nicht ganz vertraut erwischen sie beim Landen zwar einen Abschnitt südlich der Motorbahn, aber da hier fast alles auf 1 x 1 km landbar ist halb so schlimm.

Auf jeden Fall werden sie freudig begrüßt.

Gegen Mittag dreht der Wind, Renes Versuch aus der Winde oben zu bleiben endet mit langer Landung und abrüsten, denn 220 m aus der Winde sind frustrierend, die Hitze demotivierend…

Roland steckt als nächster, denn bei seiner DG 600 hat sich von der Hitze die Haube verzogen, und er hat auch keinen Bock mehr und baut ab. Harry von den Detmoldern testet das Wetter und landet nach einer halben Stunde und baut ab.

Als ich in das Cockpit klettere zeigt das Außen-Thermometer 41 Grad.. Na klasse. Die Wilga muß mich mit 130 – 140 km/h raufkacheln, denn auch sie hat erhebliche Kühlprobleme. Im Funk sind Jan (in Thomas Antares´) undMartin schon überland unterwegs, auch Ute und Axel sind Richtung Polen unterwegs.

Ich hab mal wieder meine Not mit Sch… Blauthermik und Mühe mich mal hoch zu basteln, nach einer Stunde endlich mal auf 1500 m und vor der Front, die sich mit Cirrenschirmen langsam bemerkbar macht, Richtung Kamenz eine erste, hohe Wolke. Nix wie hin.

20 Min später: 2500 m NN, 17 Grad, himmlisch. Richtung Löbau und Zittauer Berge weitere CU, so wird dann doch noch ein schöner – und kühler Flug draus. Gabi und Max im Duo, Hans Jürgen in der LS 6 und Mark im Kestrel treiben sich auch hier herum.

Nach der Landung sind dann auch alle zufrieden, da die Front durchkommen könnte und morgen Wetter wohl nix wird bauen wir alle ab. Ali und Franz sind leider schon wieder abgerückt, Feschtl bei Traunsteins und Sorge wegen der Front habe sie wieder in die Dimona und nach Hause getrieben.

Abends ist mal wieder Grillen angesagt, diesmal mit wenigen Ausnahmen fast alle, bei nicht gerade lauen Temperaturen und sehr aggressiven Mücken trotzdem ein netter Ausklang der ersten Woche, zumal erste Gewitter im Süden den Himmel malerisch beleuchten.

AFZ goes East, 7. Tag (Freitag)

 

Heiße Luft über der Lausitz (Sch… Blauthermik)

34 Grad verspricht das Wetter für heut – und mäßige bis gute Blauthermik. Retrospektiv gesehen: eher mäßige Blauthermik. Das der Start am anderen Ende des Platzes aufgebaut wird, direkt an der westlich verlaufenden Bundesstraße, das fällt mir schon bei der Fahrt aus Großdubrau auf.

Also nach dem Briefing die Flieger vollgeräumt und hinters Auto, für die Leute ohne Flächenrad mal eben 1,6 km in der prallen Sonne Gassi-Gehen mit Tragfläche… Im Falle von Ute, Axel und mir also die DG 100 mit Flächenrad und Zugstange an mein Auto, dahinter mit Seil die DG 600 und an den Kuller noch ein Seil, da ist mein Astir dran.

I´m walking, yes indeed I´m walking….  (wer die alte Aral Werbung kennt erinnert sich an die Melodie)

Da ich Ute fahren lass also auch ich. Roland fliegt da schon lange, da er aber zweimal wieder tief am Platz ankommt, entweder zu früh gestartet oder Wetter schlechter als angesagt. Gegen Mittag bleiben die ersten aus der Winde hängen, allerdings ist der Himmel stahlblau, keine Dunstkuppen zu sehen. Axel versucht´s aus der Winde und kommt weg, Ute, ich und eine Libelle aus Betzdorf rauschen allerdings im Anschluss durch und sind nach 5 Minuten wieder da…. Also: F.Schlepp.

Ich bin eh noch durchgeschüttelt, die Bahn am Westende ist im Anschlepp wie auch bei der Landung so schlecht im Zustand, dass mir beide Male mein Garmin-Navi aus der Halterung in den Schoß fällt, das hat noch kein Schleuderwaschgang-Wetter in den Alpen geschafft.

Hinter der Wilga geht’s kommoder zu, die schleppt mich direkt in einen Pulk mit einem guten Bart. Aber der Rest…Na ja, Blauthermik ist nicht meins, außerdem macht mir ein Wackler in der Elektrik zu schaffen: der Schlag beim Start oder/und beim Landen hat mir den Inhalt des Gepäckfachs neu drapiert, so dass ich nach zwei Stunden um die Bärte herumfliegen keine Lust mehr hab und lande. Axel ist grad auch ausgerollt, Ute kommt bald auch, Roland wird grad von der Wilga aus Görlitz zurückgeschleppt. Auch Hans Seidel und Georg Raschke landen bald mit LS 6 bzw. Duo. Na ja, wenigstens geflogen heut. Die trockene Hitze war aber auch gut zu verkraften. Allerdings die mäßige Thermik weniger, einzig Ute und Axel hatten einen Lauf bis Bad Muskau und sogar Wolken unterwegs.

Nach dem verräumen der Flieger, abbauen braucht man nicht, ab in den Schatten und was kühles zu trinken! Die Betzdorfer haben auch zwei Flugzeuge in der Nähe des Kraftwerks Boxberg auf der Wiese liegen, abends will man aber mit Detmold grillen. Wir sind en gros wieder mal im Sächsischen Jäger, lassen es uns schmecken und genießen die Kühle des abends- morgen soll es noch wärmer werden.

Die Frage wird sein, ob es dadurch bessere oder müdere Thermik geben wird.

AFZ goes East – 6. Tag (Jueves)

 

Alle gehen fliegen…

…na ja, fast alle, denn nicht jeder hat einen Flieger zur freien Verfügung. Sonnig soll es heut werden, 2 bis 3 Achtel Bedeckung in 1400 – 1600 m, mäßige bis gute Wolkenthermik. Als wir mit diesen Prognosen den Briefingraum verlassen gibt es schon die ersten Quellungen im Zittauer Gebirge, und auch kurze Zeit später im Flachland.

Die Heißsporne haben schon früh den F–Schlepp besiedelt, und auch von dort erfolgen gegen 10 Uhr die ersten Starts. Ab 10:30 mischt sich das dumpfe Wummern einer zweiten Wilga aus Kamenz zu den vertrauten Tönen derer des ATK. Die Startfolge erhöht sich dort damit rapide, aber auch an der Winde bleiben alle hochgeschleppten Maschinen oben.

Mark, Ute, Axel und ich setzen auch auf Winde, und alle bleiben auch auf Anhieb oben. Axel und ich haben zwar leidlich Mühe, aber bald ist Kurs Richtung Nardt gesetzt. Bei Welzow tue ich mich schwer, aber im Funk höre ich, dass ich nicht der einzige bin, der es beizeiten als „tricky“ empfindet, sich oben zu halten.

Streckenweise ist die Optik des Wetters echt besser als die Thermik. Das eine oder andere Mal muss ich ein wenig zaubern, um oben zu bleiben. Trotzdem genieße ich die Landschaft unter mir und die Abwechslung mit der Zivilisation – und natürlich die Kraftwerke und Tagebaue unter mir, die die Gegend sehr abwechslungsreich gestalten.

So landen alle am späten Nachmittag bis frühen Abend alle wieder. Alle? Nein, nicht alle, denn Rene hockt in Nardt auf dem Flugplatz. Was ihm aber nicht hilft, da der Schleppi keinen Bock auf Schwerpunktkupplung am Segelflieger mit einer Dimona vorne dran hat und die  Wilga hinten in der Halle steht, ausräumen nein danke: kein Rückschlepp möglich.

Ein Kamerad aus seinem alten Verein in Detmold wirft sich in die Bresche und geht ihn holen.

Ferner meldet sich Bernd aus 13 km Entfernung zum Platz beim Außenlanden. Nach ein bisschen hin und her meldet er sich doch noch telefonisch. Gabi, Max und Mark fahren los, ihn holen. Der verstärkte Personaleinsatz ist nötig, weil Bernd wohl in einem 1 mal 2 km großen, noch nicht abgeernteten Getreidefeld steckt.

Wie es den tapferen Recken bei der Abholung ergangen ist kann man daran ermessen dass der Bauer wohl mit dem Mähdrescher eine Schneise in das Getreide gemäht hat, damit man die LS 6 erreichen kann… Pilot und Flugzeug sind aber wohlauf.

Ob die Schubkarre heut vor dem Duschraum stand konnte ich leider auch nicht ermitteln, ich gehe aber davon aus dass die Betzdorfer Damen mittlerweile ihre ganzen Utensilien wieder in die Zelte verräumt haben. Da alles im Duschraum lag und es unseren Damen unmöglich machte, ihre Handtücher abzulegen waren hier drakonische Maßnahmen angedacht, um sich Platz zu verschaffen….

Aber scheint ja noch mal ohne Ein-Nordung als Süd – West Konflikt im Osten abgegangen zu sein….

AFZ goes East – 5. Tag (Mittwoch)

Blaues Wunder, aber nur in Dresden

Beim Aufstehen lacht noch die Sonne von einem blauen Himmel der Lausitz. Als ich nach dem Frühstück zum Platz fahre wurden schon 8/8 in 500 m draus….

Außerdem flattert das Vorzelt von Campus Bavarensis unter 30 – 35 Km/h Wind aus West. Beim Briefing kann uns Alex auch nur wenig Hoffnung auf Thermik machen, wie bestellt ziehen nach dem Briefing auch erste Schauer durchs Zittauer Gebirge. Bei den meisten reift der Entschluss: Nach Dresden, Ausflugstag. Einzig Max will sich die Gegend mal von oben ansehen, und bleibt.

Hans Georg nutzt sein Rad für einen Ausflug, Natascha und Roland bleiben auch in der Nähe, da Natascha´s zusammengenähter Miniskus noch nicht fit genug für einen Stadtbummel ist.

Ich hau als erster in einem kräftigen Schauer Richtung Westen ab, Ute und Axel folgen am letzten Tag Mobilität durch Leihwagen. Als letztes machen sich Gabi und Thomas auf die Bahn.

Ich entschließe mich, meinen Wagen in der Nähe vom Bahnhof Dresden Neustadt abzustellen, mit der S-Bahn nach Dresden Hauptbahnhof zu fahren und von dort wieder Richtung Neustadt durch die Stadt zu touren.

Das Wetter spielt halbwegs mit, so dass ich in aller Ruhe durch eine Stadt bummeln kann, die sich gegenüber dem letzten Besuch vor etwa acht, neun Jahren stark verändert hat – zum positiven. Echt heftig, was an Nachbildung des barocken Elbflorenz die letzten Jahre um die Frauenkirche herum entstanden ist. Ein Abstecher zur Parkeisenbahn und ein Besuch im Verkehrsmuseum runden die Visite ab.

Als ich wieder am Auto bin sind sechs Stunden vorbei, und ich bin ziemlich platt. Wie ich nachher erfahre, bin ich wohl auch am längsten in der Stadt geblieben. Am Platz zurück kann ich mich am obligaten Grillen beteiligen, Roland hat ob der Wetteraussichten schon seinen Flieger aufgebaut und in die Jaxidas verpackt.

Ich werd auch noch ein Mitbringsel an Ute & Axel los, ein Modell eines VW T 1 Wohnmobils mit Bootsanhänger…. (der T 1 hatte Luftkühlung….).

Das Grillen gerettet hat Familie Seidel, als der E-Grill die viere streckt stellen sie Ihren Gasgrill für´s Bräunen der Würstel zur Verfügung. Bei Nachschauen stellt sich heraus, dass der eine oder andere noch nicht so Campingerfahren ist. Denn einen E-Grill an der Verteilung zu drei Abnehmern zu betreiben und Kabeltrommel nicht abzurollen macht einen wunderschönen Induktionseffekt und bringt die geduldigste Sicherung in der Kabeltrommel wärmebedingt zum rausspringen….

Was noch aussteht ist die Antwort auf die Frage, ob Ute, Kathi und Gabi morgen die Schubkarre vor den Duschcontainer fahren…..

Keinen Peil was ich damit meine ? Auflösung folgt morgen.

AFZ goes East – 4. Tag (Dienstag)

Der eine Motor läuft, der andere nicht

Die ganze Nacht hat es mit heftigen Gewittern geschüttet, aber morgens ist – wenn auch mit starkem Westwind, das Wetter halbwegs. Beim Briefing verkündet Alex dann auch halbwegs fliegbares Wetter, niedrige Basis zwar, zerrissene Bärte, aber bei angenehmen Temperaturen zu nutzen. Für morgen soll uns allerdings eine weitere Störung wieder ähnliche Bedingungen liefern.

Philip steckt es ob dieser Prognose, da er eh nur noch max. einen Tag verlängern kann fährt er direkt nach dem Briefing heim. Dafür ist Max Galler unterwegs, er wird gegen Nachmittag erwartet. Damit wären wir bis auf unser Telefon-Relais für Eis (= Jan) vollständig.

Siemens bat Duo wie auch LS 6 auf, Roland hat eh schon wieder zu nachtschlafender Zeit seine DG 600 aufgebaut. Der Rest wartet ab bzw. neutralisiert sofort. Ab Donnerstag sagen alle Prognosen ohnehin gutes Wetter voraus.

Ich hab zunächst mal die ehrenvolle Aufgabe, den Baranowski-Wohnwagen wieder von der Kolchose über die Straße auf den Campingplatz zu ziehen. Richtig, Wohnwagen, der Motor hat bei dem Kühlsystem-Kollaps von Samstag erheblich mehr Schaden genommen, er ist jetzt ein Fall für die ADAC Rückführung. Da er Kompresssion in die Kühlkanäle bläst scheint es die Kopfdichtung zerlegt zu haben. Die Werkstatt des Vertrauens aus Grassau (Werbeeinschub: Fa. Maier) ist aber schon informiert und wird’s schon richten. Alldieweil bleibt der T 4 als Wohnquartier auf dem Platz stehen.

Der Siemens Duo startet mittags und wirft seinen Motor, um an die nächste Wolke zu kommen. Und siehe da, er läuft, und Gabi und Mark kommen mal in den Genuss, dass der Turbo auch mal was bringt….

Resultat ist im OLC zu sehen, auch Roland bastelt sich trotz starkem Versatz weg, und ist auch mal ein bisschen in der Luft. Die Baranowski´ s stecken dann am Nachmittag auch noch mal kurz ihre DG 100 zusammen und schnuppern auch mal Lausitzer Luft.

Wie angekündigt machen aber am frühen Nachmittag Abschattungen die Thermik in Platznähe zunichte, erst abends hat sich im Norden wieder Thermik aufgebaut.

War aber das ideale Wetter um sich bei einem Ratsch oder ein Nickerchen im Campus Bavarensis (2013) die Zeit zu vertrieben und die Seele baumeln zu lassen, Erholungseffekt inklusive.

Trotzdem sind abends alle zufrieden, ein kleiner Teil der Truppe wirft noch mal den Grill an, den Rest zieht es zum sächsischen Jäger. Max ist übrigens auch seit ein paar Stunden da.

Den restlichen Abend nutzt man noch, um bei einem Gläschen Prosecco auf den Dritten Hochzeitstag von Mark und Kathi anzustoßen, und selbst die Mücken machen heut Abend mal Pause und lassen uns zu dem besonderen Anlass mal einigermaßen in Ruhe.

Wer übrigens Bilder vermisst, unter dem Flickr-Account von Roland Henz sind jede Menge Bilder abgelegt.

AFZ goes East – 3. Tag (Montag)

 

27 Grad im Schatten können soooo angenehm sein

Die Nacht hat wirklich die versprochene Abkühlung gebracht, gegen Mitternacht ist mit Blitz und Donner eine Konvergenz durchgerauscht und hat auch etwas Regen dagelassen, der die Luft auf angenehme 20 Grad heruntergekühlt hat.

Beim Briefing weiß Alex zu berichten, dass die Lausitz ihrem Ruf als Frontengrab alle Ehre macht. Die angekündigte Kaltfront hat sich irgendwo zwischen Erfurt und Dresden totgelaufen und kommt nur noch langsam vorwärts. Des Nachts wird sie aber mit einem sich über Tschechien bildenden Tief für Regen sorgen.

Die von ihm ehrfürchtig beschriebene riesige Menge von 41 Litern pro Quadratmeter in der Nacht zu Dienstag lässt uns aber nur milde lächeln. Und gibt uns die Möglichkeit zu einer Retourkutsche für den Spruch von gestern: FKK am Badesee wär‘ hier kein Tip für heute, weil nur Wessis im Briefing. Da gäbe es ein eindeutiges Ost-West Gefälle.

Die von uns ins Felde geführten 420 Liter pro Quadratmeter vom Hochwasser im Juni verfehlen ihre Wirkung auch nicht….

Der Tag soll warm, aber weitestgehend ohne Thermik bleiben. So werden die anderen Vereine aus Detmold (im übrigen Rene´s alter Verein) und Betzdorf Schulbetrieb an der Winde machen, der Rest wohl wie wir einen weiteren Ruhetag einlegen. Bernd will für zwei Tage nach Polen, Philip, Bärbel, Manfred und Hans wollen nach Görlitz.

Mich zieht’s nach Bautzen. Zunächst werde ich und der schwarze Riese allerdings gebraucht, um den flügellahmen Bus von Ute & Axel in die Werkstatt auf der anderen Straßenseite des Flugplatzes zu ziehen.

Den Versuch, wie schnell ich das Ding mit meinen 220 Allrad PS auf der Startbahn kriege schenke ich mir – zum einen wär das nicht gut für Axels ohnehin angegriffenes Nervenkostüm, zum anderen kommen sich Audi & T 4 unter all den riesigen Agrarmaschinen auf dem Hof der Werkstatt (im Klixer Jargon übrigens „Kolchise“ genannt) eh recht winzig vor.

Wenn die beiden da nicht mal nach der Reparatur einen VW-Bus mit Mähdrescherfunktion zurück bekommen. Der Anhänger Typ „Fliegl Gigant ASW 27 1“ auf dem Hof löst bei uns auf jeden Fall Belustigung aus…

Bautzen ist immer noch eine nette Stadt (zum Shoppen), Görlitz hat allen auch gefallen und ein Teil hat auch einfach nur einen faulen Tag am Flugplatz verbracht (und nachmittags auch ein eigentlich nutzbares Wetterfenster mitgekriegt). Dort erwartet uns mit Hans Georg Raschke ein weiterer Neuankömmling.

Den Tag ausklingen lassen Hans, Rene, Roland & Natascha sowie Meinereiner mit der ersten Grillung vor dem Vereinsheim des ATK, pünktlich um 20 Uhr, wie von Kachelmanns Meteo Media vorhergesagt, fängt es an zu regnen, eine halbe Stunde später rücken die angekündigten Gewitter an und es beginnt, sich bei immer noch deutlich über 20 Grad einzuregnen.

Mal sehen was morgen so bringt, ab mittags soll es leidlich fliegbar werden.

AFZ goes East – 2. Tag (Sonntag)

 

Oa Hitz is des….

Morgens beim Briefing sind es schon 28 Grad. Und das um halb zehn… . Daher wollen alle einen Ruhetag einlegen, die Winde wird heut auch instand gesetzt. Alle. Nein, ein standhaftes Duo AFZler will dem angesagten Wettermix aus umlaufenden Winden, mäßiger Thermik und Abschirmungen mit unmittelbar drohendem Übergang zu beleuchteter Thermik trotzen und fliegen.

Bei Philip verständlich, muss er doch Dienstag Abend heim, und Bernd will sich den Platz mal von oben ansehen. Der Rest zieht sich in den Schatten der Vorzelte zurück, und da Philip mittags nach einer Viertelstunde wieder da ist, Bernd nach einer Halben, sieht alles nach einem ruhigen Tag abhängen aus. Selbst Roland hat keine Flugambitionen, und Natascha hat sofort ihren bevorzugten Platz auf einem Liegestuhl gefunden.

Die Ruhe wird von Thomas jäh unterbrochen, als er Ute und Axel fragt, ob sie die Nerven behalten werden: (Hans Limmer bringt ihnen den zweiten Flieger heute mit) 100 km vor dem Ziel ist Hans mit einem geplatzten Reifen kurz vor Dresden liegen geblieben. Da Manfred Schneider und Rene Dohmann ihn aufgelesen haben ist er nicht ganz allein, aber trotzdem gestrandet.

Wir beschließen, ihnen mit einem passenden Reifen entgegen zu fahren, denn leider hat der Reservereifen der DG 600 von Baranowski´s  letztes Wochenende auch aufgegeben und wurde noch nicht ersetzt.

Unterbrochen wird unser suchen nach Werkzeug und einem Rad von der Nachricht, dass man mit Hilfe der Polizei einen Reifendienst gefunden hat, der Sonntag mittags (!) einen neuen Reifen aufgezogen hat und bald wieder losfährt. Axel, nervlich ziemlich angekratzt, mag aber das Werkzeug noch nicht wegräumen…

Ein von Philip gesponsertes Eis hebt die Laune gewaltig, auch dass wir Thomas zum Verspeisen seines Eises irgendwo auf den Weiten des Klixer Flugplatzes hierfür mit einem Relais-Anruf über Jan in Unterwössen auftreiben müssen, macht Laune.

Zumindest bei Axel und Ute sinkt die Laune auf den Tiefstpunkt, als Thomas eine halbe Stunde später wieder auftaucht und mit DER Hiobsbotschaft aufläuft: 30 km vor Bautzen hat auch der zweite Reifen des Anhängers mit einem lauten Knall sein luftiges Leben ausgehaucht und das Gespann ein weiteres Mal zum Stehen gebracht.

Nun wird der ursprüngliche Plan aufgegriffen, die Felge mitbringen, den Anhänger stehen lassen und nach einem passenden Reifen suchen und hinfahren. Meine Ahnung, ursprünglich mit zwei Reifen nach Dresden zu fahren und Axels Ahnung, das Werkzeug nicht zu verräumen, haben sich als prophetisch erwiesen.

Na ja, wenigstens Hans, Manfred und Rene sind da, um halb sechs machen sich Philip, Ute und Axel auf, den reifenlahmen C2-Anhänger zu bergen.

Gegen sieben treffen sich alle im Sächsischen Jäger und wir lassen den Tag bei einem guten Essen und dem einen oder anderen Bierchen ausklingen. Zu erzählen haben wir uns – trotz wenig fliegen bisher – weiß Gott genug. Und eine maximale Pannenserie bei Ute & Axel hat hoffentlich ein Ende…

AFZ goes East – 1. Tag Anreise (Samstag)

 

Es ist heiß in Deutschland. Und zwar überall. Bei 16 Grad bin ich morgens um  viertel vor sieben daheim in Bad Endorf los. In weiser Voraussicht „hinten herum“, d.h. über Landstraße nach Regensburg und dann über die Autobahn nach Hof.  Da die A 9 bei Allersberg wg. Unfall dicht und mit Stau gepflastert ist, die clevere Alternative.

Ab Landshut hat´s die Klimaanlage nötig, denn es hat schon 22 Grad . Bei Hof geht es schnell über die 30 Grad Marke, wohl behütet sitz ich in meinem klimatisierten Kühlschrank.

Die Rast mache ich 100 km vor dem Ziel, Rasthof Dresdner Tor. Der Effekt beim Aussteigen ist der eines heißen Faustschlages ins Gesicht: 34 Grad !!!!

Da aber die Kühlwassertemperatur bei jeden verpatzten Überholmanöver oder in einer Steigung gegen 100 Grad rennt braucht auch der schwarze Riese mal eine Pause, ich sowieso.

Die letzten 100 km werden dann tough, denn die kleinste Steigung treibt den Kühler hoch –meinen Blutdruck auch (Anm.: mein Schlitten ist ein „Hitzkopf“. Was er nicht mag ist –trotz  verstärkter Kühlanlage- langsames Fortkommen bei hohen Temperaturen. Da  der Astir als Anhängsel zwangsläufig die Geschwinigkeit bei 100 Km/h limitiert, sind Temperaturprobleme vorprogrammiert ).

Aber nach gut sieben Stunden ist es geschafft, das Gespann rollt auf den Platz in Klix. 1/8 Bedeckung mit Cumulanten in etwa 2000 m GND zeugen von der garantiert vorhandenen Thermik. Roland und Natascha sind gegen 4 Uhr los, und schon da, Gabi und Thomas bauen ihr Vorzelt auf (Hauptsache Schatten!), Philip ist schon seit gestern abend da und fliegt schon – Campus Bavarensis formiert sich.

Ich werf´ den Anhänger ab und fahr nach Großdubrau in den „Sächsischen Jäger“, mein Zimmer beziehen  – im Schatten auch recht kühl. Nach dem ganzen Frühaufstehen die Woche lockt das Bett. Kurz mal verschnaufen.

Bzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz ( bin eingeschlafen von halb vier bis halb sieben )

Als ich noch schnell in den Supermarkt düsen will, sitzen Natascha, Roland und Philip im Biergarten des „Sächsischen Jägers“, so das ich nach den schnellen Einkauf beim Essen Gesellschaft habe.

Über ein gutes Essen (mit kühlen Getränken, die Außentemperaturanzeige des Autos zeigte bei der kurzen Tour zum Edeka 40 Grad an…) erfahre ich, dass die Basis tatsächlich bei 2200 m NN war (= 2000 m GND, alles flach hier…) und dass Philip nur mal 60 km nach links und rechts um dem Block war – und leider 3 km vor dem Platz auf dem Acker saß. Bei den Temperaturen sind Schätzfehler aber entschuldbar.

Außerdem erfahre ich, dass Ute und Axel leider nicht so viel Glück hatten: bei ihrem Bus hat das Kühlsystem aus noch ungeklärter Ursache kurz vor Bautzen aufgegeben… ADAC sei dank sind sie aber auf den Platz geschleppt worden, und Montag geht der T 4 in die Werkstatt.

Eingedenk der Mücken bleibe ich aber im Quartier als die anderen noch mal kurz am Platz vorbeischauen. Mal sehen was morgen wird, es soll noch heißer werden in der Lausitz. Trotz Thermik werden Aeroteam Klix und die Gastvereine wohl keinen Schulbetrieb machen.

Mal sehen wann die angekündigte Front kommt, ob wir fliegen gehen oder nicht.

Tausche Falke gegen Wilga

WilgaNichts gegen unseren Motorseglerschlepp, aber manchmal darf es auch eine Wilga sein!

Das zu erleben sind zahlreiche Unterwössener Piloten wieder nach Klix aufgebrochen, zum wiederholten Male in’s Sommerfluglager bei Bautzen nahe der Polnischen Grenze.

Zwar sind es gut 200 km von Berlin, aber bei dem derzeit guten, wenngleich zu heißen Wetter (über 35° C) erleichtert die Fahrtwindkühlung auf dem Motorrad das Dasein fast so gut wie die Höhe im Flugzeug.

Na+RoVorgefunden habe ich dann das wohlgelaunte Präsidenten-Ehepaar, das unter einem Sonnenzelt am Start Zuflucht gefunden hatte. Holger Fuhr, Bernd Rohleder und Philip Joens haben sich ebenfalls am Platz schon eingefunden. Ute und Axel sind kurz vor dem Ziel durch einen Wasserleitungsschaden an Ihrem Bully T4 liegengeblieben, hofften aber mit ADAC-Hilfe das Ziel doch noch zu erreichen. Die weiteren Teilnehmer werden nach und nach in den nächsten Tagen eintreffen.

Dann wünsche ich also ein erfolgreiches Sommerlager!

 

Knapp vor der Katastrophe…

Start09Mittlerweile ist ein Pegel von 6,60m erreicht – das hatten wir noch nie!

Die Hänger am Kiosk dürften, je nach Standort, bereits nasse Füße haben. Die FSGU-Halle – wohl mit die höchstgelegenste Halle am Platz – hat noch 5 cm bis das Wasser hineinläuft, das Vereinsheim ist bereits überflutet.

Heute Morgen waren Dassu-Halle und -Büro noch trocken, wie es jetzt aussieht ist unklar.

Schwimmfähige Hänger und Pfahlbauten in luftiger Höhe werden wohl die Zukunft des Unterwössener Platzes sein… 🙁

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Segelfliegen in Mittelerde – Vortrag von Gavin Wills

GlideOmarama.com
GlideOmarama.com

Nachdem uns das Wetter derzeit ja nicht wirklich verwöhnt, kann ich zumindest einen anderen Höhepunkt ankündigen:

Gavin Wills, Leiter des Segelflugzentrums in Omarama in Neuseeland, wird am Freitag, 07.Juni 2013 um 20:00 Uhr bei uns zu Gast sein!  (Gavin spricht Englisch)

Ort: Schulungsgebäude der DASSU, Windseestrasse 45, 83246 Unterwössen

Segelfliegen in Mittelerde – Vortrag von Gavin Wills weiterlesen

Hauptsaison in Unterwössen

F-Schlepp
F-Schlepp Unterwössen

Es ist Streckenflug-Hauptsaison in Unterwössen und auch der Webmaster weilt endlich wieder vor Ort. Deshalb bleibt nur an Regentagen Zeit für die Homepage – ein Update ist also überfällig:

Erwähnt sei auch noch der neue Europarekord von Mathias Schunk: Er flog am 16 Mai 2013 eine Strecke von 1750,7 km – schier unvorstellbar!

Nun scheint aber leider erst mal eine kleine Pause zu kommen – die „Schafskälte“ läßt grüßen…

AFZ goes AAC 2013 – Abreisetag

Siegerehrung & Rückreisetag: Die Karawane zieht wieder nach Norden

Morgens regnet es immer noch, das Frühstück beginnt spät und hat gegen Ende ein unerwartetes Opfer: die Girasse, Rolands Lieblingstasse in der Ferienwohnung, kriegt ein Messerattentat beim Tellerabräumen ab: Nataschas Messer verlässt auf Flugbahn den Teller und schlägt genau mit den Stiel in die Tasse ein.

Zunächst sieht es nach gut gegangen aus, aber kurze Zeit später ist Rolands letzter Kaffee unter der Tasse in der Tischdecke. Wir kriegen aber auch jedes Jahr was kaputt in den Wohnungen von Herrn Lang…

Bis zur Siegerehrung nutz ich die Zeit für einen kurzen Shoppingbummel im Baumarkt (ja ja, Männer gehen einkaufen), aber ich brauch eh eine neue Flex und wenn die schon 10 Euro billiger ist als daheim….

Bei der Siegerehrung geht es gewohnt stimmungsvoll zu, geehrt werden ja nicht nur die Sieger, sondern auch alle weiblichen Helfer, die Crew vom Restaurant.

Die Sieger sowie alle Tagesaufgaben und viele Bilder kann man übrigens über die Homepage des FSV Feldkirchen www.lokf.at anschauen, für weitere Bilder empfiehlt sich auch der Flickr Account von Roland (über seine Flüge verlinkt).

Roland hat einen guten Platz im Mittelfeld, Preis gibt es auch hier, einen Restaurantgutschein fürs Fly In…Ein Bild gibt’s leider nicht, denn er huscht so schnell durchs Bild das ich euch seinen wenig attraktiven Hinterkopf ersparen will.

Und da wäre dann noch…

Samstag 1 dp…der Gewinner des Pink Kuh (Außenlande-) Wettbewerbs, dies Jahr in Personalunion mit der Gewinnerin der Damenwertung: Ute räumt neben einer Jaques-LeMans Uhr auch eine große Pink-Kuh-Marzipan-Torte ab. Garantiert ungesund, aber lecker!!!

Nach der Siegerehrung lichten sich die Reihen schnell und ein ums andere Gespann rollt vom Hof. Ich setz mich noch ins Fly In, schreib diese Zeilen und ess noch zu Mittag.

Gleich hock ich mich ins Auto und zockel los, auf eine Ereignislose Heimfahrt hoffend….

Ich schließe den Blog AFZ goes AAC, wir hören wieder aus Klix ( so Gott und der Webmaster will).

(Red: Will er!!! :-))

AFZ goes AAC 2013 – 7. Tag (Freitag)

Ruhetag oder nicht, das ist hier die Frage

Die Sonne scheint zwar noch am frühen Morgen, aber der Mumpf über unseren Köpfen zeugt schon deutlich von der sich nähernden Front. Beim Frühstück schauen wir uns schon mal über 3sat das „gute“ Wetter auf der Nordseite der Alpen an, die Beauftragte für die richtige Bedienung der Fernbedienung zaubert dies dem staunenden Publikum auf den Fernseher.

Am Platz hält sich der Elan eine Startaufstellung zu bilden in Grenzen, beim Briefing um 10:30 scheint zwar die Sonne, aber nach Norden sieht es schon sehr unschön aus. Auch die Cumulanten über den Ossiacher Tauern täuschen nicht darüber hinweg, dass die Front wohl schon auch im Drautal wirkt. Nach der ausführlichen Schilderung der Sieger des gestrigen Tages über ihre Flüge – Heimo Demmerer hat das Abo in der 104er Klasse… – wissen wir, dass man Wendepunkte auch von unter anfliegen kann.

Da gestern der eine oder andere auf 2300 m NN lag, die Basis aber nicht war das wohl beim einen oder anderen nötig…

Der Wetterfrosch setzt auf’s Abwarten, 11:45 Nachbriefing, Startaufstellung. Da ein Mann vom ORF Radio da ist, muss man Aktivität entwickeln… Ute soll wohl interviewt werden, und mein Angebot, ob ich einen Wettercheckflug machen soll, nimmt Martin dankend an.

Also meinen Kugelporsche schnell vor das Feld gestellt (danke, Roland). Das Wetter macht aber rapide zu, als ich in 800 m an der Gerlitzen klinke räumen schon die ersten ab und gehen vor die Hänger. Das Wetter gibt Recht, überall Mumpf, die Abschirmung nunmehr so dick das nichts mehr an Wolken zu sehen ist. In 400 m beiß ich mich 25 Min. an den Ossiacher Tauern fest, dann in 250 m noch mal 15 Min. an der Pollenitzen. Als Alle abgebaut haben lande ich, verstau‘ den Flieger und mach ihn reisefertig. Immerhin, noch mal eine Stunde geflogen.

Danach zerstreut sich alles sehr schnell, abends treffen wir uns aber wieder, denn im Fly In wird der Grill angeworfen. Natascha und Roland haben den Rest-Tag für den Besuch eines Isländerturniers in Klagenfurt genutzt, ich hab mich mit diesen Zeilen noch mal schriftstellerisch betätigt und war danach mal die Ossiacher Tauern, die ich mir heute mal ausführlichst aus der Luft betrachtet habe, mal vom Boden aus angesehen.

Der Abend war dann so wie wir es uns von der Grill-Party von Lily und ihrem Mann versprochen haben, lediglich auf den Campingplatz gab es etwas Tumult, denn Paulina (das SEHR lebendige Kind von Andi und Gerlinde Sandhöffner) hat sich zusammen mit einem anderen kleinen Anhang eines Fliegers am Vorzelt und Bus von Ute & Axel als Trommel versucht. Dazu noch mit einem Holzstecken.

Da war das benutzen von Papi´s Motorhaube als Rutsche kurze Zeit später ja halb so schlimm… (-:

Als wir heimfahren fängt es dann endgültig an zu regnen, die Front ist da. Es regnet auch die ganze Nacht durch, das richtige Wetter für eine Siegerehrung + für eine Abreise.

AFZ goes AAC 2013 – 6. Tag (Donnerstag)

Heimspiel für das AFZ…

Think Big ist das Motto des Tages. Martin Huber nutzt das vor allem im Westen und der Nähe des Alpenhauptkamms angesagte Wetter für eine noch nie da gewesene Aufgabe beim AAC: Wendepunkt 1 ist der Pass Thurn, WP 2 bei beiden Klassen ein Punkt im Dachsteinmassiv.

Entsprechend ist das Raunen im Rund beim Briefing, alle freuen sich aber auch auf eine Aufgabe von gut 350 km in der 104er, und gut 400 km in der offenen Klasse. Ab 11:30 wird das Feld gestartet, um 13:00 sind alle Maschinen am Himmel, Ute landet allerdings noch mal und wird hinter der offenen Klasse für einen zweiten Versuch an den Himmel gehängt.

Kurz nach dem Feld entschwindet auch der Duo Discus des FSV Feldkirchen an den Himmel, Natascha macht mit Martin Huber einen Start, der Meister macht sich selber ein Bild vom Wetter in charmanter Begleitung. Abends an der Theke trifft er die gleiche Feststellung wie ich: Sch… Bärte heute. Auch Natascha trifft es auf den Punkt: Wir dachten wir können nicht mehr fliegen.

Streckenweise hat das Wetter richtig gute Phasen, aber manchmal läuft es auch überhaupt nicht rund, eine Sichtweise die viele Piloten abends auch teilen. Ob es daran lag, dass es sich um aktive Warmluft im Frühjahr gehandelt hat? Auf jeden Fall hab ich auch einen längeren Flug hinbekommen, und das auch noch bis gut ein Stück das Gailtal hinauf. Zwischendrin hab ich sogar mal kurz Funkkontakt mit Jan, der wohl wieder auf seinem Sofa (hinterer Sitz des Traunsteiner Duo Discus) hockt und seine Schäfelein des Streckenfluglehrgangs zum Grimming und wieder zurück führt.

Zurück an den Ossiacher Tauern kann ich die Rückkehrer bei Ihren Endanflügen beobachten, nach meiner Landung trifft Roland ein, ein wenig zerknirscht über die Dauer seines Fluges, aber immerhin herumgekommen. Leider muss Axel kurz danach den Bus vor den Anhänger setzen, Ute hockt in Paternion. Bei ihr hat es leider nicht mehr nach Haus gereicht, am frühen Abend hat die Thermik bereits den Dienst quittiert.

Nach den ersten Ergebnissen hat Roland sich aber nicht wesentlich verschlechtert, immerhin noch der siebte Platz in der Gesamtwertung. Da es morgen, wenn überhaupt, nach einer nur kleinen Aufgabe vor der Front aussieht, bis jetzt ein respektables Ergebnis. Zumal er WM Telnehmer wie Andi Sandhöffner immer noch weit hinter sich weiß.

Am Abend, alle sitzen auf der Terrasse, taucht ein Heißluftballon aus Richtung Klagenfurt auf. Unter fachmännischer Begutachtung zahlreicher Piloten setzt er zur Landung auf dem Flugplatz an. Nach einer geraumen Weile und etlichen Wieder-Zündungen des Brenners gelingt es ihm tatsächlich auch, seine Ballon in der Nähe des Windsacks genau auf dem Flugplatz abzusetzen.

Abendunterhaltung inklusive… Wann landet ein Heißluftballon schon einmal auf einem Flugplatz???

AFZ goes AAC 2013 – 5. Tag (Mittwoch)

Wasser marsch…

Mittwoch_1

…nein, nicht vom Himmel, aber für alle Flugzeuge am Start kommt beim Briefing das Kommando: Wasser aus den Tanks. Verhindern soll dies dramatische Szenen bei den Schlepps, da der Platz nach den Regenfällen der letzten beiden Tage arg sumpfig ist.
Um den Sumpf nicht zu verstärken müssen alle Flieger mit Eimern oder Kanistern enttankt werden….

Zur weiteren Erbauung der Fliegergemeinde ist schieben der Flieger angesagt, da man eine Startgasse links vorne definiert hat, auf die jeder Flieger aus den vier Startreihen startbereit geschoben werden muss. Da man aber guten Mutes ist, einen weiteren Wertungstag zu bekommen, packen alle mit an.

Das Feld wird, die 104er Klasse mit einer Ecke über Nötsch, auf eine AAT nach Toblach und Mauterndorf geschickt, die Zylinder dabei so groß, dass man auf der einen Wende nicht so tief ins Lesachtal muss, auf der anderen am Katschbergtunnel wenden kann.

Die Basishöhe am Platz lässt vermuten, dass das weise Vorausplanung ist. Gegen 14:00 hat die Plackerei ein Ende und der letzte Flieger ist an den Himmel gehängt. Bei Sonnenschein und der einen oder anderen Überentwicklung am Horizont – heute aber nur Schauern und keine Gewitter – lässt es sich am Platz bei einem kühlen Getränk gut aushalten.

Bei einem kurzen Abstecher in die Stadt klingelt mein Handy, Axel ist dran, ich bin standby für den Fall von Schwierigkeiten, denn Ute hockt am Taleingang an der Landskron. Der Acker sei seeeeeeeeehr tief. Die Bergung geht aber dann doch ganz gut, weil ein paar Paragleiter mit anpacken. Die Flächen aus dem Acker tragen – mit schieben geht da nix – schlaucht die beiden aber doch ganz schön.

Ein gut Teil der 104er Klasse hat nicht viel mehr Glück und hockt in Nötsch. Auch in der offenen Klasse muss der eine oder andere den Motor ziehen, auch Sven Kolb und unseren Freund Helmut erwischt es – Sven recht spät auf dem Rückflug vom Katschberg, Helmut recht früh im Lesachtal. Abschattungen und Schauern im Fluggebiet und eine Basis um 2300 m machen das fliegen aber auch nicht leicht.

Mittwoch_2Während Axel noch den Schlamm aus dem Radkasten der „C2“ spült, kommen die ersten Maschinen auf Flügeln heim, teils aus dem Tal schleichend, teils mit Überflg über die Ziellinie. Das Wetter hat doch so weit gehalten, dass eine Wertung für beide Klassen zustande kommt. Roland hat mit dem sechsten Platz der Tageswertung auch den Gesamtplatz sechs erobert.

Morgen wird es besseres Wetter haben, so dass die Chancen das auszubauen an einem vierten Wertungstag durchaus gegeben sein werden. Auf jeden Fall herrscht gute Laune im Fly In, als die meisten Piloten und Helfer dort den Tag abschließen.

AFZ goes AAC 2013 – 4. Tag (Dienstag)

Noch einmal Urlaub in Kärnten

Morgens sieht es verdächtig nach einem weiteren Ruhetag aus. Auch auf der Homepage des Wettbewerbs ist nichts von aufbauen (wird bis 9 Uhr veröffentlicht) zu lesen. Da es auch nch regnet kann man es beim Frühstück gemütlich angehen lassen.

Na ja, wenn da nicht die Tücke des Objekts der Fernbedienung wäre… Irgendwie sind bei Natascha und Roland de Fernbedienungen etwas verwirrt, das mischen von Sat Receiver und Fernseher ist auf jeden Fall nur mit Diplom zu meistern. In dem Fall nur mit dem Ing. Dipl., das BWL Dipl. von Roland reicht nicht aus. Jegliche Versuche die Technik kaufmännisch zu verwalten enden mit Ratlosigkeit, das muss also Natascha ran.

Aus gutem Grund mach ich als Kaufmann einen Bogen darum, in meiner Wohnung ist gott sei Dank eine auch für Kaufleute benutzbare Fernbedienung im Einsatz…

Beim Briefing wird erwartungsgemäß fliegen für den Tag abgesagt, Quaxi Hohenwarter hat schon das weite gesucht. Der dem Meteorologen-beim-Segelflugwettbewerb inhärente Selbsterhaltungs-Fluchttrieb ist aber eigentlich unnötig, denn erstens sind die Aussichten für den Mittwoch bis Freitag recht gut. Zweitens lädt Martin Huber für den Abend zum alljährlichen Forellenopfer zwecks Wetterbeschwörung (s. Vorjahre).

Die Fliegergemeinde hält es im Fly In, der eine oder andere hilft dem nachträglich angereisten Christian Hynek beim aufbauen seiner ASH 25 Mi (Plackerei) oder versucht sich im Paragleiten (noch mehr Plackerei). Andi Sandhöffner sieht nach ein paar Runden mit dem Schirm auf der Startbahn auf jeden Fall ganz schön fix aus.

Axel wird kurz mit einem Streifen Alublech und Werkzeug gesehen, am Bus ist noch mal adjustierung der Hardware erforderlich: Die Außensteckdose hat keinen festen Punkt im Raum mehr, da die Befestigungslöcher der Schrauben oxidationsbedingt mittlerweile wohl zwei Nummern größer als der verwendete Schraubentyp sind… Adaptertechnik made by Segelflieger, das Alublech wirds schon richten (ich vermute mal Alu weil kein Glasgewebe in der Nähe war…)

Als Rückholer muß ich auch nicht einspringen, da der Arbeitseinsatz von Axel in München abgeblasen wurde.

Gegen Mittag mach ich mich dann doch auf nach Klagenfurt, mich ein wenig schinden (= schwimmen gehen) und als Belohung danach ein wenig shoppen in Klagenfurt. Natascha und Roland gehen zu Fuß zum Reithof an der Pollenitzen (direkt unter der Platzrunde, dem Gegenanflug gelegen). Da hier ein Pferd unbeschäftigt herumsteht geht Natascha eine Runde reiten. Roland bewacht alldieweil ein krankes Pferd und hindert es daran, sich hinzulegen. Jeden Tag eine gute Tat, Kontingent übererfüllt.

Gegen fünf treffen sich alle an der Forellenstation. An einem kleinen Teich direkt am Fuße der Ossiacher Tauern gelegen entpuppt sich die Terrasse am Bootssteg als gemütlicher Platz um mit allen vom Wettbewerb guten Fisch (nicht nur Forelle) zu genießen und sich zum Ausklang des Tages nett zu unterhalten. Dabei fällt die gute Mischung des Feldes wieder einmal auf, drei Schweizer Teams, ein Däne, Österreicher und Deutsche, eine bunte Mischung dies Jahr.

AFZ goes AAC 2013 – 3. Tag (Montag)

Ruhetag im Sonnenstaat

Wegen Dauerregen die ganze Nacht hindurch ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Wettbewerbsleitung den Tag schon beim Briefing um 10:30 abbläst.

Nicht jedoch ohne die traditionell ausführliche Beschreibung der Tagessieger beider Klassen, wie sie es geschafft haben einem Wetter von 8/8 Bedeckung und mäßiger Basis wie auch Steigwerten eine Strecke von gut 200 km abzuringen. Auch im Pink Kuh Wettbewerb (man erinnere sich: Außenlandung bringt Kuh auf das Seitenleitwerk!) gibt es erste „Gewinner“ zu vermelden. Neben Roland hat es auch noch zwei weitere Piloten auf die Wiesen und Weiden gezogen, so dass sich der Bestand von Martin Huber beim nächsten Aufrüsten um drei frische Kühe lichten wird.

Trotzdem ist die Stimmung gut, die meisten bleiben noch im Fly In zum ratschen, da wir schon zwei Wertungstage sicher haben und das Wetter zur Wochenmitte hin besser zu werden scheint ist die Laune gut.

Mein anderer Audi hatte doch nichts so schlimmes wie die Wasserpumpe kaputt, es war nur ein gut versteckter/zugebauter Wasserschlauch an der Wasserpumpe, der das zeitliche gesegnet hat. Dafür tropft der Kühler an einer Stelle, Mist, das Ding ist erst ein paar Jahre alt und schon wieder hin. Meister Maier aus Grassau meint aber, ich solls erst mal versuchen ohne Kühlertausch. Der muß es wissen, von Motoren hat er Ahnung.

Das Gegenteil ist bei Ute und Axel der Fall, da soll es im Bus fließend Wasser geben, tut es aber nicht: die Wasserpumpe der Spüle hat nach 23 Jahren (es gibt offensichtlich noch ältere Autos als meine…) aufgegeben. Ein Shoppingbummel in Villach stellt diesen Mangel aber ab, Wasserversorgung gerettet.

Ich mach mich in den Ort, ein wenig bummeln, Natascha und Roland auch. Da es wenigstens nicht mehr regnet macht das wenigstens auch Spaß. Später machen Roland und Natascha noch einmal Bekanntschaft mit der trinkfestesten Zimmer-Vermieterin des Ossiacher Sees, von Helmut Schaljo zu sich nach Tiffen zum Kaffeetrinken eingeladen heißt es: Ein Schnäpsle geht noch… (vgl. Blog vor zwei Jahren, da hab ich auch da gewohnt und einen Leber-Leistungstest absolviert.

Trotzdem hat Natascha es abends noch geschafft eine köstliche Chili con Carne zu kochen, die wir –Helmut hat den Weg zu uns auch noch gefunden- zusammen mit ein paar Gläschen guten Rotwein genießen und mit Fliegerlatein den Ruhetag ausklingen lassen.

AFZ goes AAC 2013 – 2. Tag (Sonntag), 2. Wertungstag

A bisserl was geht immer!

Nachts hat es kräftig gescheppert, mit Hagel und allen drum und dran. In Niederösterreich musste gar die Thermik aus Kärnten aus den Kellern gepumpt werden…
Morgens beim Frühstück hängt der Mumpf noch an den Bergen, beim Briefing um 10:00 abgelöst von einer Abschirmung in etwa 3.000 m Höhe.

Der altbekannte Wetterfrosch Gerhard „Quaxi“ Hohenwarter verbreitet Optimismus und setzt auf zuwarten, dass der Südostwind den Mumpf wegschiebt und nachfolgend die Restfeuchte aus den Bergen trocknet – bis neue Überentwicklungen die niedrige Thermik wieder ausknipsen.

Folgebriefing um 12:00 Uhr, keine Änderung. Um 12:30 wird die ausgegebene Aufgabe bestätigt, da die Sonne sich an der ein oder anderen Stelle durchgekämpft hat wird gegen Mittag das Feld an einen Himmel aus 7/8 Bedeckung und mit einigen, aber teilweise schon breit laufenden Cumulanten gehängt.

Eine AAT mit Zylinder im Westen, und einem mit Radius 15 bzw. 20 km um Gurk – sollte der Name am Ende etwa Programm sein ????

Ute traut dem Wetter nicht und dreht auf Höhe der Landskron um. Roland wirft sich auf die andere Seite des Drautals, ist aber ein bisschen zu niedrig für die direkte Gratquerung der Bleiberge. Der direkte Weg rächt sich, denn umfliegen ist nicht, Thermik aber auch nicht.

Das Ende vom Lied: Außenlandung in Millstadt. Der Acker ist wohl recht tief, beim Versuch die DG mit zwei zusammengeknoteten Seilen aus dem Acker zu ziehen schnalzt die Verbindung auseinander- Gott sei Dank knallt der hintere Teil des Seils in den Rumpf und nicht in die Haube. Kratzer im lack bleiben, aber –Glück gehabt.

Derweil kommen am Platz hier und da ein paar Flieger zurück- die einen im direkten Anflug, andere aber auch im Endanflug über den Tiffen. In beiden Klassen hat es tatsächlich Umrundungen gegeben, so dass es einen zweiten Wertungstag hat. Bei dieser Wetteroptik und mit teils erstaunlichen Schnittgeschwindigkeiten eine echt reife Leistung.

Im übrigen unter aac.lokf.at auf der Homepage des FSV Feldkirchen nachzuschlagen.

Ausklingen lassen alle den Abend im Fly In, draußen ist es garstig geworden, bei Einbruch der Dunkelheit beginnt es zu regnen. Keine guten Voraussetzungen für morgen, der Wetterbericht gibt gar für Unterkärnten eine Unwetterwarnung.

AFZ goes AAC 2013 – 1. Tag (Samstag), 1. Wertungstag

…und Anreisetag…

Nach einer sehr kurzen Nacht mach ich mich mit meinem anderen Audi auf den Weg. Bei Max noch mein Gepäck und den Astir aufgesammelt stürme ich am späten Vormittag das zweite mal auf den Alpenhauptkamm an.

Diesmal hält die Technik im Motorraum, gegen Mittag verlasse ich den Katschbergtunnel und rolle in ein sonnig-warmes Kärnten, von dem im Radio berichtet wird, dass sich in den Karawanken schon die ersten Schauern bilden.

Bei Ankunft am Platz ist dort aber das Wetter noch bestens, auch wenn man den Cumulanten ihre Neigung zum überkochen deutlich ansieht. Alle Maschinen sind unterwegs, nach dem Auftaktbriefing um neun Uhr hat Martin alle losgeschickt, eine AAT bis in die Gegend von Bruneck / Sterzing und über die Karawanken zurück.

Freudig begrüßt mich Axel, da er von seinem Brötchengeber für Freitag und Samstag arbeiten verordnet bekommen hat, jetzt hab ich dann doch wieder einen Piloten zum betreuen, so ganz Urlaub diesmal dann doch nicht. Ute freuts nach Ihrer Landung auch, gut gelaunt ist sie sowieso: in der 104 er Klasse (sie fliegt die DG in der „Spaßversion“, will meinen mit 15 Flächen) ist sie rumgekommen, ebenso wie Roland in der offenen Klasse, er hat die 18 m Adapter dran.

Obwohl alle unterwegs das eine oder andere Mal angeregnet wurden oder Schauern ausweichen mussten sind fast alle rumgekommen in beiden Klassen. Einzig Andi Sandhöffner hadert ein wenig mit sich, da er schon früh über Nötsch den Motor ziehen musste und abgeschlagen platziert.

Der guten Laune ist das aber wenig abträglich, seine Frau und Tochter Paulina muntern ihn ebenso wieder auf wie alle anderen am Tisch.

Ob das auch an den Calamari liegt ??? Richtig, DIE Calamari aus dem Fly In in Feldkirchen.
Da weiß man wo man sich das ganze Jahr drauf freuen kann. Jetzt, wo alle wieder da sind sieht man viele bekannte und auch wieder ein paar unbekannte Gesichter.

Der kalte Wind eines nahen Schauers, der die Luft absaugt, treibt uns irgendwann dann doch in das Fly-In, wo auch schon die Ergebnislisten aushängen. Roland hat sich mit einem siebten Platz wacker geschlagen, auch Ute hat noch Herwig Wagner hinter sich gelassen und einen guten Schnitt geflogen.

Den Tag lassen wir mit einem von der Wirtin spendierten Schnaps ausklingen, in der Hoffnung dass das Wetter morgen noch mal einen fliegbaren Tag spendiert.

AFZ goes AAC 2013 – Anreisetag mit kleiner Crew

oder auch nicht…

Früh hat er sie gerufen, die Piloten. Martin Huber, Wettbewerbsleiter des AAC hat dies Jahr vom 04.05. bis 11.05. das Kräftemessen der Alpensüdseite einberufen. Nicht nur das Gesamt-Teilnehmerfeld ist auch vielleicht deswegen etwas kleiner als sonst, auch die Teilnehmer des AFZ sind dies Jahr recht überschaubar.

Matthias Münch war lieber Wassertreten in Nitra, A-Marc´s Flugzeug hat Zwecks Lackschonung vom Verein keinen Ausgang bekommen und Marc somit nix zu fliegen.
Der Vorstand Roland lässt es sich aber nicht nehmen, dies Jahr teilzunehmen und ist schon Donnerstag mit seiner Natascha auf die Alpensüdseite gefahren, Freitag folgt Ute mit ihrem Axel und einer weiteren DG 600. Mit dieser etwas DG-lastigen Veranstaltung kann ich nur in Sachen Leergewicht, nicht aber Flugleistungen mithalten. Daher fahr ich als Helfer und außer Konkurrenz Freitag Mittag mitsamt meinem „Kugelporsche“ (O-Ton Martin Huber) am Haken gen Süden.

Die Vorfreude auf die Auftaktfeier abends wird schlagartig hinter dem Knoten Pongau durch die ebenfalls schlagartige Kündigung der Wasserpumpe meins Audis getrübt.
Nach Auskotzen des gesamten Kühlwasservorrats kann ich mich gerade eben noch auf den Parkplatz der Raststätte Eben im Pongau retten.

Die Idee, Max in Freilassing anzurufen und mich abholen zu lassen, den Weg nach Feldkirchen morgen mit dem anderen Audi anzutreten, mein Gepäck und den Anhänger in Eben aufzusammeln und den flügellahmen Audi von der allseits bekannten Fa. Maier bergen zu lassen kristallisiert sich schnell heraus.

Max erreiche ich, aber in München. Sein nächster Anruf kommt aus dem Auto am Irschenberg, Max ist der allergrößte, der weitere Ablauf des Tages: er hat bei maier den KFZ-Transportanh. Geholt, ist zu Freunden bei Teisendorf einen Geländewagen zum ziehen des Anhängers holen. Um 20:00 steht er vor mir, Klara hat seinen PKW hinterher gefahren.

Audi Bergung

Den Audi aufladen, den Astir an seinen PKW, das ganze dann zurück. Meinen Anhänger vor seine Haustür in Freilassing, mein Gepäck in sein Haus. Den PKW zu den Freunden vor die Tür, wir beide dann weiter den Audi zu KFZ Maier. Mich in Übersee auf den letzten Zug nach Rosenheim. Er ist den Geländewagen nach Teisendorf bringen, und mit seinem PKW heim.

Alles klar ? Haben alle folgen können ? Und der Rest hatte eine langweilige Auftaktfeier in Feldkirchen….

Um ein Uhr nachts war ich im Bett. Programm für morgen: anderen Audi schnappen, nach Süden.

Eigentlich war ich ja noch in München zum Mai-Scholle essen in netter Damenbegleitung eingeladen. Hätt ich besser mal gemacht.

In jedem Fall ein Riesendank an Max und Klara!!! Riesig Junge, hat den Tag gerettet !!!

Pribina Cup 2013

 

Pribina Cup 2013
13. Pribina Cup 2013, Nitra

Wie jedes Jahr so auch wieder 2013: Mathias Münch fliegt auf dem 13. Pribina Cup in Nitra.

Geflogen wurde aufgrund des auch in der Slowakei überragenden Wetters bislang noch nichts Verwertbares, aber Mathias Ruhmestaten werden dann selbstverständlich ziemlich weit oben in der Ergebnisliste stehen.

Eine tägliche Zusammenfassung der Ereignisse gibt es selbstverständlich auch.

Mathias, wir drücken Dir alle verfügbaren Daumen!